Illegales Baden

Badeverbot: Bezirk Pankow zäunt Weißen See ein

Verlandete Ufer, vertriebene Vögel, verschwundene Wiesen: Am Weißen See zeigen sich Umweltschäden, die auch durch illegales Baden verursacht werden.

Verlandete Ufer, vertriebene Vögel, verschwundene Wiesen: Am Weißen See zeigen sich Umweltschäden, die auch durch illegales Baden verursacht werden.

Foto: Thomas Schubert / Berliner Morgenpost

Um schwere Unfälle zu verhindern, kommt es zur Absperrung von beliebten Uferstellen am Weißen See. Verbote wurden zu oft ignoriert.

Berlin. Im Strandbad Weißensee bleibt das Baden weiterhin erlaubt – an den anderen Uferstellen des Weißen Sees will das Bezirksamt Pankow das jahrelang geduldete Wildbaden nun unterbinden: mit Hilfe von Absperrzäunen. Wie Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) nun erklärte, sollen Bereiche mit hohem Schutzbedarf und besonders intensiv genutzte Badestellen künftig nicht mehr zu erreichen sein. Details zur Einzäunung und ein Zeitpunkt der Baumaßnahme seien noch unklar, erklärte Benn dem RBB.

Polizei will mobile Wache am Weißen See eröffnen

Zuvor hatten verschiedene Akteure, darunter die hiesigen Parkfreunde Weißensee und der Pächter des am Montag geöffneten Strandbads, gravierende Umweltprobleme und Regellosigkeit am Gewässer beklagt. Am 17. Juni war bei der ersten großen Hitzewelle in diesem Jahr ein 25-jähriger Mann untergegangen und ertrunken. Auch in den Vorjahren waren immer wieder tödliche Badeunfälle zu beklagen. Das Strandbad Weißensee hatte dem Bezirk vorgeschlagen, eine populäre Uferstelle abzusperren, zahlende Badegäste einzulassen und zu bewachen. Nun plant das Bezirksamt mit der Einzäunung der Uferstellen eine andere Maßnahme.

Gegen illegale Partys, Vandalismus und Regelbrüche im Park soll außerdem eine mobile Polizeiwache helfen, die in diesem Sommer an warmen Sommerwochenenden die Lage überwachen soll. Auch gemeinsame Schwerpunkteinsätze des Ordnungsamts Pankow mit der Polizei sind geplant. Der zuständige Stadtrat Daniel Krüger (AfD) hatte allerdings darauf hingewiesen, dass es zu wenig Personal gebe, um die Regeln wirksam und auf Dauer durchzusetzen.

( tsc )