Corona-Krise

Pankow erlaubt Restaurants Zelte und Heizungen

Maßnahmen sollen Gastronomen helfen und die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Wenn es kalt wird, kommt das Zelt: Pankows Wirte dürfen ihre Außenbereiche „einhausen“, um zusätzlich Platz zu schaffen, ohne dass jemand friert.

Wenn es kalt wird, kommt das Zelt: Pankows Wirte dürfen ihre Außenbereiche „einhausen“, um zusätzlich Platz zu schaffen, ohne dass jemand friert.

Foto: Victoria Jones / dpa

Berlin. Nach Diskussionen über Regeln für beheizbare Außenbereiche vor Pankower Restaurants hat das Bezirksamt nun einen Plan vorgelegt. Gastronomen dürfen demnach vor ihren Lokalen „zeltartige Einhausungen auf bereits genehmigten Außenflächen für Tische und Stühle“ aufbauen, heißt es in einer Bekanntmachung.

Ohne weitere Anträge beim Bezirksamt ist es möglich, Gäste so bis Ende März 2021 zu bewirten. Dadurch gelingt es, die Fläche der Betriebe zu vergrößern und die Einhaltung der Abstandsregeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu erleichtern.

Bedingung für die Erweiterung mit Zelten: Ein mindestens zwei Meter breiter Gehweg muss erhalten bleiben, so dass auch Rollstühle und Kinderwagen den Außenbereich passieren können.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengetragen. In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen. Corona-Hotspots: Die 7-Tage-Inzidenz liegt in mehreren Bezirken und für ganz Berlin über dem kritischen Wert von 50. Hier erfahren Sie täglich die aktuellen Werte des RKI und der Senatsgesundheitsverwaltung. Einen Überblick über alle Corona-Risikogebiete in Deutschland bekommen Sie hier. Diese Regeln gelten für Corona-Hotspots in Deutschland. Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet.

Infrarotstrahler erlaubt – Heizpilze verboten

Auf diesen genehmigten Flächen sind außerdem elektrisch betriebene Wärmequellen wie Infrarotheizstrahler, Heizkissen und Heizdecken gestattet – jedoch keine Heizpilze mit Gasbetrieb, die eine zu negative Klimabilanz aufweisen. Wenn Wirte Geräte wie Infrarotstrahler in den Zelten montieren wollen, müssen sie jedoch einen Antrag beim Straßen- und Grünflächenamt stellen und den entsprechenden Klassifizierungsnachweis übermitteln. Dabei geht es darum, dass brandschutzrechtliche Anforderungen für die Zelte erfüllt sind. So darf das Material zum Beispiel nicht brennbar sein.

Auch die zeitweilige Nutzung von Parkplätzen für die Aufstellung von Tischen und Stühlen kommt als Lösung zur Erleichterung der Situation im Corona-Winter in Frage – es braucht hier aber in jedem einzelnen Fall eine Genehmigung. Das geht aus einer Anfrage des Pankower Grünen-Abgeordneten Andreas Otto hervor.

„Mit Blick auf die wirtschaftlich besonders belastenden vergangenen Monate für die Berliner Gastronomiebetriebe, aber auch vor dem Hintergrund des großen Bedürfnisses der Bevölkerung nach gesellschaftlichem Leben im Rahmen der nach wie vor geltenden Einschränkungen hält der Senat es für vertretbar, gastronomische Außenflächen im öffentlichen Straßenland nach Einzelfallprüfung auszuweiten“, heißt es von der Senatsverkehrsverwaltung zu Ottos Nachfrage.

Lesen Sie auch: Die Gastro-Branche in Berlin braucht neue Hilfsangebote

Erweiterung auf Parkplatzflächen begrenzt erlaubt

Ob die Erweiterung auf Parkplatzflächen genehmigt wird, hängt davon ab, wie die konkrete örtliche Situation aussieht und ob gegensätzliche Interessen erkennbar sind.

Besonders ausgiebig machen Gastronomen bereits im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von der Erweiterung auf Parkplatzflächen Gebrauch. 418 Anträge für die Nutzung von Parkplätzen an Wochenenden gingen bei diesem Bezirksamt seit Mai ein.