Busverkehr in Berlin

Verkehr in Pankow: BVG sagt neuen Shuttle-Bus nach Buch ab

Eine Sonderlösung sollte ab dem Dreikönigstag den Verkehrsfluss in Pankow verbessern. Jetzt wird sie abgeblasen. Das ist der Grund.

Um die Pünktlichkeit ihrer Busse zu verbessern, wollte die BVG in Pankow ein neues Modell ausprobieren.

Um die Pünktlichkeit ihrer Busse zu verbessern, wollte die BVG in Pankow ein neues Modell ausprobieren.

Foto: jörg Krauthöfer /Funke MedienGruppe

Berlin. Wer sich im Pankower Norden mit den Buslinien 150 und 158 nach Buch fortbewegt, kennt die Probleme: Vor allem im Berufsverkehr ist es fraglich, ob man pünktlich ans Ziel gelangt. Wenn die Busse an einer der zahlreichen Straßenbaustellen im Stau stehen, summiert sich die Verspätung bisweilen auf ein Maß, dass die Fahrt vorzeitig in Blankenburg endet – so geschah es nach der Schilderung vieler Pankower in den vergangenen Monaten recht häufig. Um diese Schwierigkeit aufzulösen, wollte die BVG ab dem dem 6. Januar eine Neuerung einführen: Einen Shuttle-Bus speziell für Fahrgäste zwischen Alt-Blankenburg und S-Bahnhof Buch. Nun hat sich die Lage laut der Verkehrsbetriebe aber entscheidend verändert.

BVG: Verkehrssituation in Pankow hat sich von selbst entspannt

„Die Situation auf den Linien 150 und 158 hat ist zwischenzeitlich deutlich besser geworden“, erklärt nun ein Sprecher auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Damit können man auf die „Zurückziehung“ der beiden problematischen Linien an der Haltestelle Alt-Blankenburg und den Umstieg auf einen Shuttle-Bus nach Buch an dieser Station verzichten. Alles bleibt also wie bisher. Und das, obwohl dieses neue Angebot in der Dezemberausgabe im Heft „BVG plus“ für den Dreikönigstag 2020 offiziell angekündigt war. „Die Sache ist jetzt definitiv vom Tisch“, hieß es am Donnerstag. In der Januar-Ausgabe des Hefts sei die Meldung nicht mehr enthalten.

Bucher Bürgerverein hatte Shuttle-Busse vorgeschlagen

Für Steffen Lochow, den Vorsitzenden des Bucher Bürgervereins, ist die spontane Absage der Systemumstellung eine Überraschung. „Wir haben so etwas wie den Shuttle-Bus vor etwa sieben Jahren sogar in einem Brief an BVG-Chefin Sigrid Nikutta vorgeschlagen“, erinnert sich Lochow. Dass die Verkehrssituation nun so gut sein soll, dass man die Busse weiter bis zur Endhaltestelle im nördlichsten Ortsteil Berlins führt, wertet er als gute Nachricht. Ob ein Umstieg auf den Shuttlebus in Alt-Blankenburg in der Praxis funktioniere, hänge davon ab, dass sich eine günstige Taktung einrichten lässt. Und von der Umrüstung der Anzeigetafeln, die auf solch einen neuen, planmäßigen Pendelverkehr eingestellt sind.