Fotografie

Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen des Mauerparks

Eine offizielle Feier anlässlich des Jubiläums der Grünanlagen fällt aus. Trotzdem steht zum 9. November ein Höhepunkt bevor.

Lebensfroh und bunt: So sieht der Fotograf Peter Kagerer den Mauerpark.

Lebensfroh und bunt: So sieht der Fotograf Peter Kagerer den Mauerpark.

Foto: Peter Kagerer / Promo

Berlin. Ein Vierteljahrhundert nach Eröffnung des Mauerparks hat sich die Freifläche im früheren Todesstreifen zu einer der bekanntesten Grünanlagen Deutschlands entwickelt. Welches Lebensgefühl hier nach dem Abschluss des dunklen Kapitels der Fläche während der Berliner Teilung nun vorherrscht, können Besucher einer neuen Fotoausstellung erfahren.

Bauarbeiten, Tourismus und Nachbarschaft im Fokus

Bildkünstler wie Hartmut Bräunlich, Thomas Henk Henkel, Peter Kagerer, Friederike Kronauer und Alexander Puell dokumentieren im Lokal Mauersegler den ständigen Wandel, dem der Park durch Bauarbeiten, Tourismus und Anwohnernutzung unterliegt. Betrachter sehen eine Mischung aus Street Photography, Stadtlandschaften, Studio- und Dokumentationsaufnahmen – eine Sammlung, die sich bewusst über gängigen Klischees hinwegsetzt.

„In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und wachsendem Nationalismus ist aber auch der Mauerpark in Gefahr“, sagt Alexander Puell, der sich auch als Vorsitzender im Verein Freunde des Mauerparks engagiert. Bei der Bildauswahl gehe es um Freiheit und Mitbestimmung. „Diesen Freiraum porträtieren meine Bilder – für diesen Freiraum setze ich mich auch ehrenamtlich nach Kräften ein.“

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 10. November, Mauersegler, Bernauer Str. 63-64, 13555 Berlin, 10 bis 18 Uhr