Feuerwehreinsatz

Wasserrohrbruch führt zu haushoher Fontäne in Weißensee

In Weißensee ist es zu einem Rohrbruch gekommen. Die Fontäne reichte bis zum dritten Stockwerk der Häuser.

Wasserfontäne in Weißensee
Max Schreiber

Nach einem massiven Wasserrohrbruch war die Langhansstraße in Weißensee am Mittwochnachmittag und am Donnerstag voll gesperrt. Es entstand eine Fontäne, die bis zum dritten Stockwerk der umliegenden Häuser sprudelte.

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Nach einem massiven Wasserrohrbruch war die Langhansstraße in Weißensee am Mittwochnachmittag und am Donnerstag voll gesperrt. Es entstand eine Fontäne, die bis zum dritten Stockwerk der umliegenden Häuser sprudelte.

Die Berliner Wasserbetriebe und die Feuerwehr begannen sofort nach der Alarmierung damit, den Schaden zu reparieren. Direkt im Bürgersteig vor der Tür eines Kiosks klafft an der Stelle des Durchbruchs ein tiefes Loch.

Nach Erkenntnissen von Stephan Natz, dem Sprecher der Wasserbetriebe, lief die Havarie noch relativ glimpflich ab: „Wir haben wohl Glück gehabt, dass das Wasser direkt nach oben wegkonnte und es daher zumindest allem Anschein nach zu keiner Unterspülung von Fahrbahn und Gleisen kam.“ Offenbar lenkte ein großer Findling, der an der Stelle lag, das Wasser geradewegs nach oben.

Wasserstrahl zerstörte eine Laterne

Bis die Fontäne nach und nach ihre beträchtliche Höhe von mehr als zehn Metern erreichte, verging nach Beobachtung von Nicole Ochtmann etwa eine halbe Stunde. Ochtmann ist Mitarbeiterin des Hauses Langhans, einer Hilfseinrichtung für nasse Alkoholiker, die sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet und verfolgte das Spektakel etwa eine Stunde lang.

Sie sagt: „Am Ende reichte die Fontäne so hoch wie unser Dach.“ Durch den Druck der Wasserfontäne nahm eine Straßenlaterne Schaden und musste vorläufig entfernt werden. Der pulsierende Strahl traf auch einen hohen Baum, der dadurch mehrere Äste verlor.

Grund für den Rohrbruch steht noch nicht fest

Was den Rohrbruch verursacht hat, stand am Donnerstag nicht fest – vieles deutet aber auf Ermüdungserscheinungen der alten Röhre hin. „Die Leitung ist in diesem Bereich zwischen Roelcke- und Goethestraße noch aus dem Jahr 1894, hat also schon einiges erlebt“, erklärt Natz.

Das Alter an sich sei aber kein Kriterium, „denn Gusseisen ist eigentlich für die Ewigkeit gemacht – wenn man es in Ruhe lässt“ In Weißensee seien aber an mehreren Stellen Bauarbeiten im Gange, was die Röhre beanspruchen kann. Bis 2021 werde auch das historische Stück der Wasserleitung getauscht. An der Stelle der Havarie, ersetzten die Bauarbeiter auf einer Länge von zwei Metern bereits jetzt.