Einer der ungewöhnlichsten Parks Berlins steckt in der Sinnkrise. Obwohl es sich beim früheren Friedhof seit einer Umwidmung 2012 um eine offiziell Grünanlage handelt, müssen Hunde dem Leise-Park immer noch fern bleiben. Mit einem großen Verbotsschild stellt das Bezirksamt Pankow diese Entscheidung unmissverständlich zur Schau. Weil dieses Gebiet offiziell als „naturnaher Spielplatz“ ausgewiesen wurde, ist selbst das Gassigehen mit angeleinten Hunden Tabu – zum Schutz der spielenden Kinder.

Gegen diese Auslegung von Regeln wehrt sich aber eine Initiative aus Zwei- und Vierbeinern mit einer Protestkampagne. Unter dem Motto „Hunde in den Leise-Park“ hat die Gruppe nun sogar für ein Recht auf Auslauf demonstriert. „Das übergroße Verbotsschild ist ein neuer Höhepunkt der Ausgrenzung von Hundehaltern und Hundehalterinnen mit ihren Vierbeinern im Berliner Kiez“, teilte eine Sprecherin der Initiative mit.