Während der Senat den Mietendeckel vorbereitet und ein Volksbegehren zur Enteignung großer Immobilienunternehmen Fahrt gewinnt, wirbt eine neue Initiative mit einer ganz anderen Forderung um Unterstützung der Berliner. 100.000 bezahlbare Wohnungen sollen in der Hauptstadt entstehen. Als Maßnahme hat der im Sommer gegründete Verein „Neue Wege für Berlin“ ein einfaches Rezept: Neubau im großen Stil – vor allem auf großen Potenzialflächen, die der rot-rot-grüne Senat aussortiert hat.
In der Liste stehen der Rand des Tempelhofer Felds, die Elisabeth-Aue und die Rieselfelder in Buch. Wo große bebaubare Freiflächen in Landesbesitz sind, da wären auch hohe Kontingente an Sozialwohnungen umsetzbar, lautet die Argumentation. Das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Mietmarkt sei derzeit der größte Preistreiber, heißt es im Programm für die Volksinitiative. Insgesamt müssten jährlich mindestens 20.000 Wohneinheiten entstehen, davon 12.500 soziale Neubauwohnungen. Um eine so hohe staatliche Förderung bereitzustellen, brauche es eine „besondere finanzielle Kraftanstrengung des Landes“.



