Sie hatten monatelang verhandelt, sogar Pläne für den Aufkauf der früheren australischen Botschaft der DDR geschmiedet, manche hatten auch nach dem Ende ihrer Mietverträge in den Studios ausgeharrt – aber jetzt haben die Künstler den Poker um die Zukunft des Baudenkmals verloren. Das frühere Diplomatengebäude an der Grabbeallee in Niederschönhausen ist verkauft.
Es wird sich nun nicht mehr in eine Residenz mit hochwertigen Eigentumswohnungen verwandeln, wie es der bisherige Besitzer, die Immobilienfirma Prexxot, geplant hatte. Es wird aber auch für die Kunst nicht mehr länger zur Verfügung stehen, wie es die Gemeinschaft der Kreativen sich unter einem neuen Eigentümer erhofft hätte.



