8. Mai

Sowjetisches Ehrenmal zum Tag des Sieges geschändet

Schwarze Farbe am Obelisken verunziert den Gedenkort während der Kranzniederlegung. Die Vereinigung beschuldigt die NPD.

Unbekannte haben das Mahnmal in Buch mit schwarzer Farbe besprüht.

Unbekannte haben das Mahnmal in Buch mit schwarzer Farbe besprüht.

Foto: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / BM

Berlin.  Unbekannte haben das Sowjetische Ehrenmal in Buch einen Tag vor den Gedenkfeiern zum Tag des Sieges über Hitlers Armee mit schwarzer Farbe geschändet. Die Berliner Polizei hat den Vorfall an der Wiltbergstraße bestätigt und Ermittlungen aufgenommen. Ähnliche Schmierereien hätten schon mehrfach im Vorfeld des jährlich in Buch stattfinden Gedenkens an die Befreiung vom Nazi-Regimes und die gefallenen sowjetischen Soldaten stattgefunden, beklagt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am Morgen des 8. Mai.

Gebinde werden nach der Niederlegung von Unbekannten zerstört

„Seit einigen Jahren stören Rechtsextreme den Gedenktag durch Kundgebungen und Pöbeleien am Rande, durch Drohungen, und schließlich durch das Zerstören der abgelegten Gebinde in der folgenden Nacht“, heißt es von der Vereinigung. Man beschuldigt Aktivisten aus dem Kreise der NPD. Deren Anhänger hätten die Denkmalschändung kurz nach der Tat hämisch bei Twitter kommentiert.

Trotzdem findet die Gedenkveranstaltung am 8. Mai wie geplant statt. Erst legt das Bezirksamt Pankow am Ehrenmal einen Kranz nieder, dann treffen sich Besucher der Erinnerungsfeier an einem Infostand. Gegen 17 Uhr folgt eine Veranstaltung des Bündnisses Gedenken 8. Mai.