Prenzlauer Berg

Rasierklingen auf Spielplatz am Arnimplatz gefunden

Der Spielplatz in Prenzlauer Berg wurde am Donnerstagmorgen gesperrt. Vier bis fünf solcher Fälle pro Jahr gibt es allein in Pankow.

Eine leere Schaukel auf einem gesperrten Spielplatz (Symbolbild).

Eine leere Schaukel auf einem gesperrten Spielplatz (Symbolbild).

Foto: Stefan Sauer / dpa

Berlin. Auf einem Spielplatz in Prenzlauer Berg sind am Donnerstagmorgen Rasierklingen entdeckt worden. Zwei Wochen nachdem auf dem Spielplatz auf dem Arnimplatz Reißzwecken gefunden wurden, haben Eltern am Donnerstagmorgen im selben Sandkasten drei Rasierklingen und eine Nähnadel entdeckt.

Gegen 7.30 Uhr hatte ein 40-Jähriger, der mit seinem Sohn auf dem Spielplatz war, die Polizei verständigt und weitere Eltern gewarnt. Die Beamten des örtlichen Polizeiabschnitts in Prenzlauer Berg ließen den gesamten Spielplatz sperren und hängten an den Eingängen Warnschilder auf. Offenbar wurde keines der Kinder, die in den vergangenen Tagen im Sandkasten gespielt hatten, verletzt. Die Polizei schrieb eine Anzeige gegen Unbekannt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Bei den Ermittlungen werde ein Zusammenhang mit dem Fund der Reißzwecken Anfang August geprüft, erklärte eine Polizeisprecherin.

Am Vormittag begannen Mitarbeiter des Grünflächenamts Pankow, den Sand zu säubern und die Rasierklingen zu entsorgen. Der Spielsand sei gründlich geharkt worden, sagte eine Referentin des Bezirksamts auf Anfrage. Inwiefern Zusammenhang des aktuellen Falls mit dem Fund der Reißzwecken Anfang August besteht, sei aus ihrer Sicht fraglich. „Ob es sich um den gleichen Täter handelt, lässt sich schwer sagen, weil diese Menschen keine Bekennerschreiben hinterlassen“, hieß es. Vergleichbare Fälle werden dem Bezirksamt vier bis fünf Mal im Jahr gemeldet. Eine grundsätzliche Warnung wolle man aber nicht aussprechen. „Es empfiehlt sich, den Sand mit wachem Auge zu betrachten“, sagt die Referentin.

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