Prozess in Berlin

Mann stach auf dreifache Mutter ein: Vor Gericht schweigt er

Der 34-Jährige stach 14 Mal auf seine frühere Lebensgefährtin ein. Die Staatsanwaltschaft will ihn in die Psychiatrie einweisen.

Kriminalgericht Moabit

Kriminalgericht Moabit

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 36 Jahre alte Frau in Buch schweigt ihr ehemaliger Lebensgefährte im Prozess vor dem Landgericht. Der 34-Jährige soll die dreifache Mutter im Dezember 2017 in ihrer Wohnung mit einem Küchenmesser attackiert haben.

14 Mal stach er laut Ermittlungen auf die Frau ein. Sie starb noch am Tatort. Die Verteidigerin erklärte am Donnerstag zu Prozessbeginn, ihr Mandant wolle sich momentan nicht äußern.

Die Geschädigte habe sich bereits vor längerer Zeit von dem aus Serbien stammenden Beschuldigten getrennt, hieß es am Rande der Verhandlung. Die Beziehung sei von Gewalt und Streitigkeiten geprägt gewesen. Nach dem mutmaßlichen Angriff bei einem Besuch sei der 34-Jährige zur Polizei gegangen und habe sich gestellt.

Wegen einer psychischen Erkrankung soll der Mann zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft strebt seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der Prozess wegen Totschlags wird am 4. Juni fortgesetzt.

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