Prenzlauer Berg

Bulli gestohlen, Berliner verzweifelt: Wer kann helfen?

Zehn Jahre lang rollte Dennis Bühler mit seiner Familie im Bulli durch Europa. Vor kurzem wurde der Wagen vor seiner Haustür gestohlen.

Portugal, Spanien, Frankreich - Der Bulli war bei jeder Urlaubsreise im Einsatz

Portugal, Spanien, Frankreich - Der Bulli war bei jeder Urlaubsreise im Einsatz

Foto: Dennis Bühler

Eine Frau, ein Mann, zwei Hunde, ein Bulli und der große Traum von der Freiheit. Zehn Jahre lang waren Dennis Bühler, seine Lebensgefährtin Steffi sowie die Mischlinge Spike und Cleo in ihrem Bulli VW Transporter T3 unterwegs. In dem ehemaligen Postauto rollte die kleine Familie über die Landstraßen Brandenburgs und weiter, viel weiter, bis nach Portugal, Spanien und Korsika. Für Bühler war sein Bus mehr als ein Fortbewegungsmittel. "Wir haben im Urlaub praktisch im Bulli gelebt", sagt er der Berliner Morgenpost.

Seit dem 5. September ist der schneeweiße Bulli, nur die Rückklappe mit dem Fahrradständer ist gelb angestrichen, nur noch eine wehmütige Erinnerung. In den Abend- oder Nachtstunden wurde der Wagen an der Rudi-Arndt-Straße in Prenzlauer Berg gestohlen. Der 42-Jährige hatte den VW schräg gegenüber seines Wohnhauses geparkt. Der oder die Diebe müssen zwischen 21 und 7 Uhr gekommen sein und den Wagen kurzgeschlossen haben. Als Bühler am nächsten Morgen nach seinem Fahrzeug sehen wollte, war es weg. Gestohlen.

Bühler meldete den Verlust seiner Versicherung, alarmierte die Polizei. Der Berliner ist verzweifelt. Am Bulli hängen unzählige Urlaubserinnerungen. "Mit zwei Hunden ist es kompliziert, im Flugzeug zu verreisen", erzählt Bühler. Der VW-Transporter sei deshalb ideal gewesen. Kompressor-Kühlschrank, Gaskocher, Sitz- und Schlafgelegenheit - alles drin.

Leider könne man einen Bulli auch recht einfach kurzschließen, berichtet Bühler. Ein Automechaniker in der Werkstatt, in der Bühler seinen Wagen reparieren ließ, habe ihm erzählt, dass in Berlin immer wieder Bullis gestohlen und für Spritztouren missbraucht würden, berichtet er. Die Diebe ließen die gestohlenen Fahrzeuge danach irgendwo stehen. Bühler hofft deshalb, dass er seinen Bulli wiederfindet.

"Mit Hilfe von Google Maps fahre ich die Gegend gerade Stück für Stück ab", sagt er. Ein zeitaufwändiges und nervenaufreibendes Unterfangen, weshalb Bühler auch via Facebook und Twitter um Mithilfe bei der Suche bittet. Bis Donnerstagnachmittag wurde ein entsprechender Tweet bereits fast 2000 Mal geteilt. Die Hoffnung, bald wieder mit dem Bulli in den Urlaub zu rollen kann und will Dennis Bühler nicht aufgeben.

Wer hat den Bulli gesehen und kann sachdienliche Hinweise geben? Infos bitte an 0177 7820922 oder an bullivermisst@icloud.com

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