Der Fall des ermordeten 26 Jahre alten Ex-Studenten aus Prenzlauer Berg steht offenbar vor der Aufklärung. Nach intensiven Ermittlungen der 8. Mordkommission und der Staatsanwaltschaft hat die Polizei einen Tatverdächtigen identifiziert und gefasst.
Der 25 Jahre alte Mann konnte am Dienstag gegen 14 Uhr in der Hauptstraße in Friedrichshain von Beamten festgenommen werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Gegen ihn ist mittlerweile auch Haftbefehl erlassen worden. Der wegen Eigentums- und Drogendelikten schon polizeibekannte Mann ohne festen Wohnsitz ist dringend tatverdächtig, das Opfer am 18. Juli in dessen Wohnung an der Hiddenseer Straße erstochen zu haben.
Das Opfer Christopher Sch. war erst eine Woche später von Angehörigen tot entdeckt worden, nachdem ihn Freunde und Bekannte nicht mehr erreichen konnten. Der Tatverdächtige wurde noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Dieser verkündete dem 25-Jährigen einen Haftbefehl wegen Mordes.
Nach Angaben der Polizei war der mutmaßliche Raubmörder nach dem Gewaltverbrechen in ein Taxi gestiegen und hatte sich nach Köpenick fahren lassen. Weil er das Mobiltelefon des Opfers Christopher Sch. gestohlen und mit sich geführt hatte, kam die Mordkommission neben anderen Hinweisen auch über die Auswertung der Telefon- und Funkzellendaten auf die Spur des 25-Jährigen.
In ersten Vernehmungen durch Kriminalbeamte hat der 25-Jährige eingeräumt, das Mordopfer gekannt zu haben, sagte am Mittwoch Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Gleichzeitig streitet der Tatverdächtige jedoch ab, den Mord begangen zu haben.
Verwandte des aus Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) stammenden Opfers hatten die Leiche am 25. Juli in seiner Wohnung entdeckt. Die Polizei ging sehr schnell von einem Raubmord aus, weil mehrere Gegenstände aus der Wohnung des ehemaligen Geologiestudenten verschwunden waren.
pol

