In Neukölln sind sieben Menschen verletzt worden, nachdem ein Mann Reizgas in einem Linienbus versprüht haben soll. Wie die Polizei mitteilte, war dem Vorfall am Mittwochnachmittag ein Streit zwischen zwei Männern vorausgegangen.

Reizgas in Bus versprüht: 33-Jähriger verletzt nach Streit eigene Kinder

Wie die „B.Z.“ berichtet, war ein 33 Jahre alter Fahrgast, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in einem Bus der Linie X11 in Richtung S-Bahnhof Schöneweide unterwegs war, darüber erbost, dass ein anderer Mann im Bus seiner Frau angeblich anzügliche Blicke zuwarf. Es habe sich zunächst ein verbaler Streit auf Arabisch entwickelt, der in eine Rangelei ausartete, hieß es. Im Anschluss soll der 33-Jährige seinen Kontrahenten mit Reizgas besprüht haben. Allerdings hätten auch andere Fahrgäste, inklusive seiner Kinder (1 und 9 Jahre alt), etwas von der Gas-Wolke abbekommen.

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Der Busfahrer habe an der Kreuzung Wermuthweg in Gropiusstadt einen Not-Stopp eingelegt und die Türen geöffnet. Der Starrer habe diese Gelegenheit genutzt, um sich aus dem Staub zu machen. Alarmierte Kräfte der Feuerwehr behandelten insgesamt sieben Erwachsene und die beiden Kinder des Sprayers. Sie alle klagten über Augen- und Atemwegsreizungen und wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt.

Das verwendete Tierabwehrspray wurde aufgefunden und beschlagnahmt, teilte die Polizei Berlin am Nachmittag mit. Der 33-Jährige kam für erkennungsdienstliche Maßnahmen in ein Polizeigewahrsam und wurde im Anschluss von dort entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5.

tok