Am Montagabend haben in Neukölln Teilnehmer einer unangemeldeten Pro-Palästina-Demo Polizisten angegriffen. Nach Polizeiangaben schossen Menschen aus einer Gruppe von ca. 200 bis 250 Personen in der Sonnenallee Pyrotechnik in Richtung der Beamten. Die Berliner Polizei löste daraufhin die Versammlung gegen 21.25 Uhr auf, es flogen Steine und Flaschen. Ein von einer Flasche getroffener Beamter sei unverletzt geblieben. Die „B.Z.“ und der „RBB“ hatten zuerst über die Randale berichtet.
Laut Polizei hatten sich am Montagabend zunächst rund 30 Menschen unangemeldet auf dem Hermannplatz in Neukölln versammelt. Schnell sei die Menge auf 200 bis 250 Menschen angewachsen und über Pannier- und Reuterstraße Richtung Sonnenallee gezogen. Dort seien auch propagandistische Parolen mit strafbarem Inhalt zu hören gewesen. Nach ersten Angaben stellte die Polizei von 11 Menschen die Personalien fest. 14 Strafverfahren, u.a. wegen Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung, wurden eingeleitet.
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Bereits zuvor hatte es in Berlin-Mitte eine angemeldete Versammlung unter dem Motto „Stoppt die Aggression in Rafah“ gegeben. Gegen 17.45 Uhr sollen sich circa 320 Personen an der Straße Unter den Linden Ecke Schadowstraße aufgehalten haben, wie die Polizei mitteilte. In Mitte soll es zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen, unter Beteiligung von Journalisten, gekommen sein. Die Kundgebung war kurz vor 20 Uhr beendet. Bei beiden Versammlungen waren und 140 Polizeibeamte im Einsatz.
Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gibt es in Berlin immer wieder Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg. Dabei ist es in der Vergangenheit auch zu Ausschreitungen gekommen.


