Nun steht es wohl fest: Zwölf Neuköllner Schulen mit Sicherheitsproblemen sollen wieder einen Wachschutz bekommen, wie der „rbb“ schreibt. Laut dem Bericht soll das wohl schon ab kommenden Montag (4. Dezember) der Fall sein. Demnach seien die zwölf Schulleitungen per E-Mail vom Bezirk darüber informiert worden, dass die Finanzierung für die nächsten beiden Jahre gesichert ist. Das Abgeordnetenhaus muss dem jedoch noch zustimmen. Rund 65.000 Euro koste der private Wachschutz demnach monatlich für die zwölf Schulen zusammen.

Das Versprechen zur Wiedereinführung hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bereits am 10. Oktober nach einer Senatssitzung gegeben. „Wir werden da zu Lösungen kommen, es wird wieder Wachschutz geben“, sagte der Politiker damals. „Wir sehen die Notwendigkeit, dass Wachschutz an die Schulen kommt, um den Schulfrieden zu wahren.“

Dabei hatte Neukölln den Wachschutz., den es seit 2007 an mehreren Schulen gab, erst im vergangenen Sommer eingestellt. Der Grund: Finanzierungsprobleme. Eltern protestierten dagegen. Zunächst vergeblich. Doch nach den Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt wurden die Forderungen nach der Wiedereinführung wieder lauter.

So viel Geld will die Bildungsverwaltung zur Verügung stellen

Auf Nachfrage der Morgenpost teilte die Senatsbildungsverwaltung mit, dass sie kurzfristig und in Abstimmung mit dem Bezirk Neukölln den Wachschutz am Albert-Schweitzer-Gymnasium und am Abbe-Gymnasium bis Jahresende finanziert hat. „Inzwischen hat der Bezirk Neukölln den von uns empfohlenen Antrag auf Basiskorrektur für 12 Schulstandorte bewilligt bekommen“, so ein Pressesprecher zur Morgenpost.

Gerade werde zudem an einem pragmatischen Konzept gearbeitet, damit Schulen sogar berlinweit und bei tatsächlichem Bedarf Wachschutz erhalten können. „Es soll in solchen Fällen um die Bewahrung des Schulfriedens und die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs gehen. Es geht uns um eine partnerschaftliche Kooperation mit den Bezirken.“

Insgesamt wolle die Bildungsverwaltung für die Jahre 2024 und 2025 sechs Millionen Euro für den privaten Wachschutz für alle Berliner Schulen zur Verfügung stellen, wie der „rbb“ weiter berichtet.

Diese Neuköllner Schulen sollen einen Wachschutz bekommen

Bereits vor der Finanzierungszusage hatte Neukölln den Wachschutz am Ernst-Abbe-Gymnasium und am Albert-Schweitzer-Gymnasium wieder eingeführt. Ab Montag sollen dann folgende Schulen hinzukommen:

  • Walter-Gropius-Schule
  • Otto-Hahn-Schule
  • Heinrich-Mann-Schule
  • Clay-Schule
  • Gemeinschaftsschule Campus Rütli
  • Zuckmayer-Schule
  • Kepler-Schule
  • Campus Efeuweg
  • Albrecht-Dürer-Gymnasium
  • Boddin-Grundschule