Sie gilt unter Fahrradfahrern als gefährliches Pflaster: die Hermannstraße. Das soll sich nun ändern. Die Bauarbeiten für eine sichere Radinfrastruktur auf der Hermannstraße sollen am Montag, 18. Oktober, beginnen. Dies teilt das Bezirksamt Neukölln mit.
Vorgesehen sei, dass eine Radspur beziehungsweise eine gemeinsame Busspur sowie neue Lieferzonen für das Gewerbe an der Hermannstraße neu markiert werden. Um mehr Sicherheit zu gewährleisten, soll die neue Radspur überdies an vielen Stellen durch Poller abgesichert werden. Und auf Höhe der Schierker Straße soll zunächst eine provisorische Mittelinsel entstehen.
Autofahrer sollen eine bessere Übersicht erhalten
Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hebt die Bedeutung der Maßnahme für den Bezirk hervor: „Die Radinfrastruktur auf der Hermannstraße ist ein wichtiges Signal für mehr Miteinander im Verkehr.“ Sie sei nötig, um einen sicheren Radverkehr zu ermöglichen und biete auch den Autofahrern eine bessere Übersicht auf der bislang uneinheitlichen Führung mit anderthalb Spuren.
Die Planungen für die neue Radspur seien nicht einfach gewesen: „Auch wenn der Weg bis zur fertigen Anordnung sehr zäh war – heute bin ich einfach nur glücklich, dass es losgeht“, so Hikel. Und dann wolle man sich zeitnah an die Planung für das nächste Stück bis zum Hermannplatz machen.
Fortschritt der Arbeiten ist vom Wetter abhängig
Die Arbeiten sind in folgende Schritte unterteilt: Ab Montag, 18. Oktober soll zunächst ab der Glasower Straße in Richtung Norden die Markierung für die neue Radspur sowie die neuen Lieferzonen bis zur Leinestraße aufgebracht werden. Anschließend folgt die Markierung in die entgegengesetzte Richtung.
Wie das Bezirksamt mitteilt, sind die Markierungsarbeiten abhängig vom Wetter. Sobald die Markierungen fertig sind, sollen auf weiten Teilen der Hermannstraße Poller gebaut werden, um die Radfahrer vor dem Autoverkehr zu schützen.
Durch die neue Radspur fallen Parkplätze für Autos weg
Die Maßnahme wirkt sich auch auf den ruhenden Verkehr aus: Wie das Bezirksamt mitteilt, wird das Parken künftig in den betroffenen Bereichen der Hermannstraße nur noch zwischen 17 und 7 Uhr erlaubt sein. Und tagsüber, also zwischen 7 und 17 Uhr, seien die bisherigen Parkflächen dann überwiegend als Lieferzonen ausgewiesen.
Fußgänger dürfen sich auf folgende Veränderungen einstellen: Die Ampel am südlichen Zugang des U-Bahnhofs Leinestraße soll abgebaut werden, die temporäre Baustellenampel an der Kreuzung Thomasstraße soll jedoch bis zur Installation einer finalen Ampel bestehen bleiben.
Es wird durch die Markierungs- und Baumaßnahmen immer wieder zu temporären Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten einige Wochen in Anspruch nehmen.


