Neubaukomplex

In Neukölln entstehen Mikro-Apartments zu Luxuspreisen

Am Columbiadamm entstehen 52 Apartments für bis zu 950.000 Euro. Der Quadratmeterpreis liegt bei bis zu 8600 Euro.

Der Neubau am Columbiadamm in Neukölln: Wohnungen kosten hier zwischen 230.000 und 950.000 Euro.

Der Neubau am Columbiadamm in Neukölln: Wohnungen kosten hier zwischen 230.000 und 950.000 Euro.

Foto: Nina Kugler

Berlin. In Neukölln werden derzeit insgesamt 52 Eigentumswohnungen am Columbiadamm zum Kauf angeboten. Die Wohnungen in einem Neubaukomplex reichen von Mikro-Apartments mit gut 40 Quadratmetern bis zu exklusiven Penthouses. Kostenpunkt: bis zu fast einer Million Euro. Und das für gerade einmal 115 Quadratmeter. Das sind mehr als 8600 Euro pro Quadratmeter. Laut statista.de lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Neukölln im ersten Quartal 2019 bei 3758 Euro.

Für die 950.000 Euro am Columbiadamm bekommt der Käufer dann auf 115 Quadratmeter verteilt 3,5 Zimmer mit Balkon oder Terrasse. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, der kann sich eine Einraumwohnung mit 43 Quadratmetern für 228.000 Euro kaufen – also für rund 5300 Euro pro Quadratmeter.

Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in Neukölln kosten bis zu 950.000 Euro

Viel Geld für wenig Platz. Dafür verspricht der Immobilienmakler, die Best Place Living GmbH, für jede Wohnung Eichenholz-Fertigparkett, Fußbodenheizung und eine Sanitärausstattung von Markenherstellern. Und beschreibt seinen Neubau als „optimale Wohnlösung“ unter anderem für „Studenten, die auf kleinem Raum leben“.

Insgesamt spart der Immobilienmakler nicht an großen Worten und beschreibt Neukölln als „Hotspot der Hauptstadt“ in dem man „absolute Freiheit“ genießen könne, natürlich in „grandioser Lage“ mit „internationalem Flair, das man woanders so kaum findet“. Bezugsfertig sollen die Wohnungen übrigens Ende 2020 sein.

In ganz Berlin fehlen rund 310.000 bezahlbare Wohnungen – darunter etwa 217.000 Apartments mit weniger als 45 Quadratmetern für Einpersonenhaushalte. Das ergab eine Studie der Humboldt-Universität Berlin und der Goethe-Universität Frankfurt im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2018.