15 Jahre lang war die Bar Babette an der Karl-Marx-Allee 36 in Mitte eine Institution. Im vergangenen Jahr wurde dann aber der Mietvertrag überraschend nicht verlängert. Trotz Protestaktionen von Anwohnern und Stammgästen blieb der Vermieter, die Berggruen Holdings, hart. Diesen Sommer nun musste die Bar Babette den Glaspavillon im Stil der 1970er Jahre verlassen.

Doch dieses Mal gibt es in dem Schauermärchen um Verdrängung, steigende Mieten und Gentrifizierung ein Happy End. Denn die Bar – auch bekannt als Kosmetiksalon Babette – hat im alten Sudhaus des Kindl-Zentrums für zeitgenössische Kunst in Neukölln ein neues Zuhause gefunden. Sie nennt sich nun Café Babette. Die Neueröffnung wurde am 18. Oktober gefeiert. Seit dieser Woche findet in den Räumen der ehemaligen Brauerei der reguläre Betrieb statt.

Die Gäste sitzen in einer großen Halle umgeben von sechs blankpolierte Kupferkesseln, in denen einst Bier gebraut wurde. Durch die schmalen, hohen Fenster dringt viel Sonnenlicht nach innen. Kulinarisch konzentriert sich das Café Babette eher auf Flüssiges: Kaffee, Wein, Cocktails, Spirituosen. Mittags gibt es einen kleinen Mittagstisch. Es gab ein Linsendahl: Ein Linseneintopf, orientalisch gewürzt, mit verschiedenem Gemüse. Leicht scharf und leicht säuerlich: einfach, aber trotzdem lecker. Zur Auswahl hätte es außerdem noch ein Reis-Eintopf gegeben - hier war allerdings der Reis um 12 Uhr noch nicht gekocht. Zum Nachtisch gibt es eine Auswahl an selbst gemachten Kuchen und Torten. Schoko oder Früchte, sie sehen alle gut aus. Und so schmecken sie auch. Fluffig und nicht zu süß. Dazu einen Cappuchino aus dem Vollautomaten - hier macht sich das Café Babette alle Ehre.

Das Café, Am Sudhaus 3, ist mittwochs bis sonntags, 11 bis 19 Uhr, geöffnet. Nächstes Frühjahr wird das Team dann auch den Biergarten übernehmen.

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