Fünf Kinder im Alter zwischen neun und 14 Jahren sind am Sonnabend in Berlin-Neukölln Opfer einer fremdenfeindlichen Attacke geworden. Sie waren mit Feuerwerkskörpern beworfen und beleidigt worden. Der Staatsschutz ermittelt.
Zeugen hatten die Polizei alarmiert, weil in der Zeit zwischen 16.45 und 17.40 Uhr von einem Balkon am Joachim-Gottschalk-Weg Böller auf spielende Kinder geworfen worden waren. Außerdem sollen volksverhetzende Beleidigungen in Richtung der türkischstämmigen Kinder gerufen worden sein.
Als wenig später die Polizei eintraf, bestätigten die Kinder das Geschehene, nur durch rechtzeitiges Wegspringen seien sie nicht getroffen worden.
Ein Mitarbeiter eines von der Wohnungsbaugesellschaft beauftragten Sicherheitsdienstes konnte die Täter eindeutig identifizieren. Der daraufhin in seiner Wohnung aufgesuchte 59 Jahre alte Mieter gab an, zusammen mit seinem 20 Jahre alten Sohn wegen eines Bundesligaspiels die Böller angesteckt und auf die Straße geworfen zu haben.
In der Wohnung wurde weiteres Feuerwerk sichergestellt, gegen die beiden wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
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