Berlin-Neukölln

Bar „Helmut Kohl“ wird jetzt zu „Schloss Neuschweinsteiger“

Neuköllns Szene-Bars geben sich gern schräge Namen. Eine musste nun ihren Namen ändern, weil Altkanzler Helmut Kohl nicht damit einverstanden war, dass eine Bar nach ihm benannt wird.

Foto: Paul Zinken / dpa

Auf Wunsch des Altkanzlers hat die Bar „Helmut Kohl“ in Berlin-Neukölln einen neuen Namen. Ab Dienstag soll sie „Schloss Neuschweinsteiger“ heißen, wie Bar-Betreiber Michel Braun am Montag sagte.

Seine französische Freundin habe den Namen quasi versehentlich kreiert, schrieb der „Berliner Kurier“, der zuvor darüber berichtet hatte. Eigentlich hätte sie das berühmte Touristenziel Schloss Neuschwanstein in Bayern gemeint.

Schweinsteiger wird keinen Ärger machen

Er denke nicht, dass es wegen des neuen Namens Probleme mit Fußballstar Bastian Schweinsteiger (28) geben werde, sagte Braun. Schließlich sei ja bloß ein „-einsteiger“ angehängt.

Bis alles – beispielsweise die Facebook-Seite – geändert sei, könne es noch etwas dauern. Die neue Webseite wolle er aber am Dienstag freischalten.

Kohls Anwälte hatten Braun vor mehreren Monaten darum gebeten, den Namen zu ändern. Die Verständigung sei freundlich und einvernehmlich erfolgt, teilte Kohls Büro im April auf dpa-Anfrage mit. Braun sagte, er habe den Namen nicht aus politischen Gründen, sondern wegen des Nostalgie-Gefühls gewählt.

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