Der Bezirk Mitte hat ein sogenanntes „Geisterhaus“ weniger. Wie Ephraim Gothe (SPD), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, am Donnerstag mitteilte, sei der Abriss des maroden Wohngebäudes an der Burgsdorfstraße 1 im Ortsteil Wedding abgeschlossen. Am Nachmittag des 16. Oktober werde die Burgsdorfstraße wieder für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben, teilte das Bezirksamt mit.

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Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit mit der Hauseigentümerin, die trotz etlicher Hinweise des Bezirks keine Maßnahmen ergriff, um das Gebäude zu sichern und bewohnbar zu machen. Damit verstieß sie gegen geltendes Gesetz: Leerstand von Wohnungen ist in Berlin illegal. Also entschied das Bezirksamt in diesem Jahr einzugreifen. Da der Altbau aus Sicht der Behörden nicht mehr sanierungsfähig ist, erklärte der Bezirk das Ende des Hauses, den Abriss. Dabei ging die Behörde in Ersatzvornahme. Sie beauftragte den Abriss, wird die entstehenden Kosten aber bei der Eigentümerin einfordern müssen.
Der Zustand des Hauses hatte sich zuletzt dermaßen verschlechtert, dass mit herabfallenden Teilen oder gar dem Einsturz des Hauses gerechnet werden musste. Die Burgsdorfstraße wurde abgesperrt, nur noch der dem Haus gegenüberliegende Gehweg konnte genutzt werden.
Brütende Haussperlinge verzögerten Abbrucharbeiten
Im Juli 2025 begann der Rückbau. Dieser musste jedoch aufgrund von brütenden Haussperlingen in den Ruinen unterbrochen werden. Nach Prüfung des Gebäudes auf Brutstellen durch den Artenschutzbeauftragten wurde der Abriss dann Ende September wieder aufgenommen. Seitdem wurden die Arbeiten von einer Drohne begleitet. Sie untersuchte das Geschehen auf eventuelle tierische Bewohner.
Das Haus abzureißen, war nicht ganz einfach. Es lag zwischen zwei weiteren bewohnten Gebäuden, die nicht beschädigt werden durften. Dafür kam eine Plane zum Einsatz, die zwischen Baugeschehen und Wohnhaus platziert wurde. So sollte vermieden werden, dass abgebrochene Elemente die bewohnten Bereiche beschädigen.
jule/tok




