Der Berliner Musiker Leopold ist in seiner Weddinger Wohnung geschlagen, beraubt und gedemütigt worden. Über den Vorfall berichtet der 32-Jährige auf seinem Instagram-Kanal. Er wolle damit andere warnen, sagt Leopold zu seien Beweggründen, die Tat öffentlich zu machen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, hat die Berliner Polizei den Vorfall bestätigt, ohne auf Details einzugehen.

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Nach eigenen Angaben habe er sich über die Dating App Grindr mit einer Person zu einem Treffen in seiner Wohnung verabredet gehabt, erzählt der Musiker mit einem Hämatom unter einem Auge und noch ganz unter dem Eindruck des Geschehenen. Statt einer Person seien allerdings zwei Männer aufgetaucht und hätten sich Zugang zu seiner Wohnung verschafft. „Dann hat einer der beiden Personen mir mein Handy abgenommen, und ich wollte das Handy dann auch wieder zurückholen. Daraufhin hat die andere Person einfach auf mich eingeschlagen, ich weiß nicht wie oft, es war zwei-, dreimal auf meinen Kopf“, berichtet Leopold.
Opfer sollte Kokain nehmen
Die Männer hätten ihn zur Herausgabe seiner Geldbörse gezwungen und erfolglos versucht, mit seiner Bankkarte Geld von seinem Konto abzubuchen. Zwischenzeitlich sei noch ein dritter Mann aufgetaucht. Die Männer hätten ihn festgehalten, beleidigt und Videos von ihm in Unterwäsche gemacht. Einer der Täter habe auch noch versucht, ihm Kokain zu verabreichen. Dies habe er jedoch verhindern können, so Leopold. Nach etwa drei Stunden sei das Martyrium zu Ende gewesen. Die Männer hätten ihm Schlüssel und Handy wieder ausgehändigt. „Meine Bankkarte haben sie behalten“.
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Der Sänger erstattete Anzeige bei der Polizei. Er habe sich „vollkommen beschämt, erniedrigt, hilflos und ausgenutzt gefühlt“, so Leopold. „Passt bitte auf euch auf!“, lautet sein Appell in dem Video.
Zuletzt war es laut Beratungsstellen für Schwule in Berlin immer wieder zu Überfällen bei Online-Dates gekommen. Nach Angaben von Experten hielten Kriminelle auf Dating-Apps gezielt Ausschau nach potenziellen Opfern. Die Opferberatungsstelle Maneo listet für das vergangene Jahr elf Fälle im Zusammenhang mit Dating-Portalen auf. Täter würden ihren Opfern intime Informationen entlocken, um sie zu erpressen. Es kommen auch vor, dass Treffen an entlegenen Orten vereinbart würden. Dort würden die Opfer dann ausgeraubt und mitunter schwer verletzt.
tok





