Der Platz der Republik in Berlin, direkt vor dem Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte gelegen, ist eigentlich bekannt für seine vier Hektar große, offene Rasenfläche. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner äußerte 2025 den Wunsch, diesen Platz als „Garten der Republik“ neu zu gestalten. Ziel sei es, den öffentlichen Raum durch gärtnerische Gestaltung aufzuwerten, wie die „Zeit“ berichtete.

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Während Christos Reichstagsverhüllung 1995 campierten auf dem Rasen Tausende in der Sonne, Touristen machen dort normalerweise täglich Hunderte Fotos. Doch im Moment ist die Sicht auf den Reichstag verstellt von Containern und Bauzäunen. Nur ein schmaler Grünstreifen ist zugänglich auf dem Platz der Republik.

Neues Gastro-Angebot zusätzlich zu „Käfer“

Doch wie lange hält dieser unbefriedigende Zustand noch an? Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIM) erklärt auf Anfrage der Morgenpost: „Die geplante Fertigstellung des Besucher- und Informationszentrums des Deutschen Bundestages (BIZ) ist für 2032 vorgesehen. Die Übergabe an den Deutschen Bundestag ist dann für 2033 geplant. Nach Eröffnung des BIZ erfolgt der Rückbau der im Bau befindlichen befindlichen Containeranlage als temporärer Zentraler Eingangsbereich für Besucher des Deutschen Bundestages.“ Noch sechs Jahre Container, danach erwartet uns eine auch nicht gerade charmante, quadratisch-praktische Lösung, wie Visualisierungen zeigen.

Temporaerer Eingang BIZ
Funktional und quadratisch: So soll der temporäre Eingang für das Besucherinformationszentrum (BIZ) für den Reichstag einmal aussehen.© BM | BBR

Das Besucher- und Informationszentrums des Deutschen Bundestages (BIZ), dessen oberirdischer Teil südlich der Scheidemannstraße zu sehen sein wird, soll das derzeitige provisorische Sicherheitskontrollgebäude als zentraler Eingang für Besucher auf dem Platz der Republik „durch eine städtebaulich, architektonisch und funktional angemessene dauerhafte Lösung“ ersetzen, erklärt die BIM. Darüber hinaus sei ein flexibler Empfangs- und Informationsbereich, Räume für Seminar- und Diskussionsveranstaltungen sowie ein Gastronomieangebot für die Besucher des Deutschen Bundestages geplant.

„Garten der Republik“: Das passiert unter der Erde

Unter dem Reichstag wird es unterdessen durch die ganzen Bauarbeiten immer enger, was nicht nur an dem unterirdischen Besuchereingang liegt. Unter dem Platz der Republik liegt bereits jetzt ein kilometerlanges, Untergrund-Wegenetz, das Reichstagsgebäude, Paul-Löbe-Haus, Jakob-Kaiser-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus verbindet. Darüber können Angestellte und Politiker unterirdisch in alle Büros gelangen. Auch die unterirdischen Brunnen der Kältezentrale für die Regierungsgebäude befindet sich dort.

Übersicht über die Planungen am Platz der Republik: Trasse der geplanten S21, unterirdischer Besucherzugang und Aha-Panzergraben.
Übersicht über die Planungen am Platz der Republik: Trasse der geplanten S21, unterirdischer Besucherzugang und Aha-Panzergraben.© bm infografik | Babette Ackermann-Reiche

Von Seiten der BIM klingt das dann so: „Das Projekt zeichnet sich durch vielfältige, insbesondere bauliche Schnittstellen aus. Unter dem geplanten Gebäude verlaufen beispielsweise die Tunnel der Fernbahn, der U5 und der künftige Tunnel der S-Bahnlinie S21.“