Die Zigarettenkippe einfach auf den Boden zu werfen, ist in Berlin inzwischen richtig teuer. Bis zu 250 Euro Bußgeld werden fällig, wenn man dabei erwischt wird. Weil es nicht so einfach ist, Umweltsünder auf frischer Tat zu ertappen, hat das Ordnungsamt des Bezirks Mitte in den vergangenen Tagen Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Mit Erfolg: 153 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden gegen Menschen eingeleitet, die ihren Kippenstummel auf den Boden geworfen hatten.

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Kontrolliert wurde laut Bezirksamt vom 23. bis 29. März an bekannten Hotspots, darunter stark frequentierten Plätzen, Grünanlagen sowie Bereichen rund um Haltestellen und Einkaufsstraßen.

Bezirksamt Mitte startet Bußgeldverfahren gegen 146 Umweltsünder

Gegen 146 Verdächtige wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Sieben weitere erhielten eine Verwarnung (mit und ohne Verwarngeld), da es sich um Touristen handelte oder aber Personen, die keinen Wohnsitz nachweisen konnten.

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Das Bezirksamt möchte mit den Schwerpunktkontrollen auf den großen Schaden hinweisen, der mit jedem achtlos in die Natur geworfenen Zigarettenstummel einhergeht. Sie enthalten Schadstoffe und bauen sich in der Natur nur schwer ab. Zigaretten tragen nachweislich zur Verschmutzung der Böden und Gewässer bei. „Ziel der Maßnahme war es, die Sauberkeit im Bezirk nachhaltig zu verbessern, Umweltbelastungen zu reduzieren und das Bewusstsein der Bevölkerung für ein verantwortungsvolles Verhalten im öffentlichen Raum zu stärken“, heißt es vonseiten des Bezirks.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) kommentiert das Ergebnis der Aktion: „Die Vielzahl an achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen zeigt, dass es hier noch ein erhebliches Problem im Alltag gibt.“ Er appelliert daher an alle Menschen, die im Bezirk Mitte leben oder sich hier aufhalten: „Zigarettenkippen gehören nicht auf den Boden, sie schaden unserer Umwelt und unserem Stadtbild. Sauberkeit ist keine Aufgabe des Ordnungsamtes allein, sondern von uns allen“, so Schriner.