Viele Berlinerinnen und Berliner empfinden das Europa-Viertel nahe dem Hauptbahnhof als ein „Quartier aus der Retorte“. Investor CA Immo, der viele der Bürogebäude in der Berliner Europacity gebaut und vermietet hat, bat hingegen um Geduld: „Die Belebung des Quartiers braucht Zeit.“ Jetzt könnte ein Wochenmarkt Schwung in das Quartier bringen. Bereits 2019 wurde ein solcher Markt von der CDU im Bezirksparlament (BVV) angeregt.

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Brigitta Voigt betreibt vier Wochenmärkte in Berlin – drei in Mitte, einen in Schöneberg. Doch der Markt am Nordbahnhof wird nicht mehr so recht frequentiert, seit die Deutsche Bahn rund 4000 Mitarbeiter aus einem dortigen Gebäude abgezogen hat. „Lange hieß es, da kommt eine Versicherung rein, aber bis jetzt steht das Gebäude leider leer“, berichtet Voigt der Morgenpost.
Jetzt möchte sie diesen Markt gerne ins Europa-Viertel verlegen. Genauer gesagt auf den zentralen Platz dort, namens Otto-Weidt-Platz. Direkt am Wasser, nahe dem gelbgoldenen Golda-Meir-Steg, soll, wenn alles klappt, einmal pro Woche mittwochs zwischen 12 und 18 Uhr der Markt stattfinden. Den entsprechenden Antrag hat Voigt bereits ans Grünflächenamt geschickt. Das Bezirksparlament hat ihrem Vorschlag zugestimmt. Jetzt wartet sie nur noch auf die finale Zusage.
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„Wenn es genug Nachfrage gibt, kann man den Markt auch bis 19 Uhr öffnen. Dann könnten sich dort auch Leute zum Afterwork treffen“, so die Idee der Marktbeschickerin. „Im Europa-Viertel gibt es ja Kantinen, aber wir könnten den Menschen einmal die Woche ein bisschen Abwechslung mit einem frischen Food-Angebot bringen.“

Voigt hofft, das Europa-Viertel durch den Markt ein bisschen zu beleben. „Dort gibt es viele Büros, und außerdem wohnen dort viele Menschen, die teilweise im Homeoffice arbeiten.“ Einen ersten Antrag hat sie bereits im Jahr 2022 gestellt.
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Zusammensetzung von Wochenmärkten
Derzeit ist die Zusammensetzung von Wochenmärkten genau vorgeschrieben: 75 Prozent des Angebotes sollen aus Frischwaren bestehen. Nur fünf Prozent der Standfläche dürfen von Imbissständen beansprucht werden. Andere Warengruppen können 20 Prozent der Fläche ausmachen. „Angesichts der hohen Nachfrage nach Streetfood finde ich das sehr wenig“, sagt Brigitta Voigt. Ihrer Meinung nach sollte das Angebot den Marktbeschickern selbst überlassen werden und sich nach der aktuellen Nachfrage richten.






