Im Herzen von Berlin, gegenüber vom Friedrichstadt-Palast, fand am Dienstag die Grundsteinlegung für 44 neue Wohnungen statt. Zusätzlich sollen im Gebäudekomplex 18 Bestandswohnungen und die Tiefgarage saniert werden.

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Seit Jahren steht das ehemalige Einkaufszentrum „Dreispitzpassage“ an der Friedrichstraße in Berlin-Mitte leer. Der Umbau des Einkaufscenters durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im Sommer 2025 begonnen.

Dreispitz-Passage: Grundsteinlegung für 44 neue und bezahlbare Wohnungen in Berlin-Mitte
Verbauten zusammen eine Zeitkapsel mit einer Ausgabe der Morgenpost bei der Grundsteinlegung in der Dreispitz-Passage: Paul Johannes Fietz (BImA Vorstandsmitglied), Heidrun Hendricks (BImA Portfoliomanagement), Kathrin Winkler (BImA Projektverantwortliche) und Achim Preschel (BImA Hauptstelle Facility Management Berlin).© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Nun sollen hinter der ehemaligen Einkaufspassage bis Ende 2027 Wohnungen entstehen. In den Genuss der Wohnungen zum Mietpreis von 12 bis 13 Euro pro Quadratmeter, werden voraussichtlich aber nur Staatsdiener kommen.

BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz erklärt dazu: „Die Wohnungen werden zunächst den Bundesbediensteten angeboten. Damit entlasten wir den angespannten Wohnungsmarkt in Mitte.“

Zu den Beamten, denen die Wohnungen zuerst angeboten werden, zählen unter anderem Beschäftigte von Zoll, Bundespolizei und Bundeswehr. Dass einzelne Wohnungen danach auf dem freien Markt zur Verfügung stehen, ist sehr unwahrscheinlich.

Modell Dreispitz
Modell für den Bau neuer Wohnungen in der ehemaligen Dreispitz-Passage in der Friedrichstraße 130. Der Innenhof soll begrünt werden.© BM | Iris May

Auch wenn das normalen Wohnungssuchenden nicht weiterhilft, macht es Sinn. Denn im Gebäudekomplex an der Ecke Claire-Waldoff-Straße arbeiten viele Staatsdiener: Hier sind nicht nur Büros des Rechnungshofs, sondern auch des Technischen Hilfswerks und des Bundesamts für Landeswirtschaft und Ernährung untergebracht.

Geschichte der Dreispitz-Passage

Bereits zu DDR-Zeiten wurde die Liegenschaft „3spitz“ als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert. 1990 wurde das heutige Gebäude fertiggestellt. Im September 1992 wurde die Dreispitz-Passage als moderne Shopping-Mall feierlich eröffnet. Wegen zunehmendem Leerstand wurde seit Jahren die Umnutzung erwogen. Auch ein Abriss stand im Raum.

Plan 90er
Pläne der BImA-Liegenschaft "3spitz" aus den 90er Jahren: Draufsicht der Dreispitz-Passage in der Friedrichstraße 130. © BM | Iris May

Vom Umbau des Gesamtkomplexes Dreispitzpassagen sind auch Mieter betroffen, die in den Wohnungen über der im Erdgeschoss gelegenen Passage wohnen. Ihnen wurden oder werden Ersatzwohnraum mit einer Rückzugsoption angeboten. „Darüber hinaus werden Umzugskosten übernommen und gegebenenfalls auch Entschädigungszahlungen geleistet“, so eine BImA-Vertreterin. Die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme ist für Ende 2027 geplant.

Besonderen Wert legt der Bund beim Bauprojekt auf Nachhaltigkeit. In der Erklärung der BImA heißt es: „Durch den Rückbau der ehemaligen Ladenpassage entsteht ein grüner, das Mikroklima prägender Innenhof mit einem Spielplatz, der für die Bewohnerinnen und Bewohner ein Treffpunkt und Erholungsbereich mitten im Trubel der Großstadt sein wird.“