Im Herzen von Berlin, gegenüber vom Friedrichstadt-Palast, fand am Dienstag die Grundsteinlegung für 44 neue Wohnungen statt. Zusätzlich sollen im Gebäudekomplex 18 Bestandswohnungen und die Tiefgarage saniert werden.

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Seit Jahren steht das ehemalige Einkaufszentrum „Dreispitzpassage“ an der Friedrichstraße in Berlin-Mitte leer. Der Umbau des Einkaufscenters durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im Sommer 2025 begonnen.

Nun sollen hinter der ehemaligen Einkaufspassage bis Ende 2027 Wohnungen entstehen. In den Genuss der Wohnungen zum Mietpreis von 12 bis 13 Euro pro Quadratmeter, werden voraussichtlich aber nur Staatsdiener kommen.
BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz erklärt dazu: „Die Wohnungen werden zunächst den Bundesbediensteten angeboten. Damit entlasten wir den angespannten Wohnungsmarkt in Mitte.“
Zu den Beamten, denen die Wohnungen zuerst angeboten werden, zählen unter anderem Beschäftigte von Zoll, Bundespolizei und Bundeswehr. Dass einzelne Wohnungen danach auf dem freien Markt zur Verfügung stehen, ist sehr unwahrscheinlich.

Auch wenn das normalen Wohnungssuchenden nicht weiterhilft, macht es Sinn. Denn im Gebäudekomplex an der Ecke Claire-Waldoff-Straße arbeiten viele Staatsdiener: Hier sind nicht nur Büros des Rechnungshofs, sondern auch des Technischen Hilfswerks und des Bundesamts für Landeswirtschaft und Ernährung untergebracht.
Geschichte der Dreispitz-Passage
Bereits zu DDR-Zeiten wurde die Liegenschaft „3spitz“ als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert. 1990 wurde das heutige Gebäude fertiggestellt. Im September 1992 wurde die Dreispitz-Passage als moderne Shopping-Mall feierlich eröffnet. Wegen zunehmendem Leerstand wurde seit Jahren die Umnutzung erwogen. Auch ein Abriss stand im Raum.

Vom Umbau des Gesamtkomplexes Dreispitzpassagen sind auch Mieter betroffen, die in den Wohnungen über der im Erdgeschoss gelegenen Passage wohnen. Ihnen wurden oder werden Ersatzwohnraum mit einer Rückzugsoption angeboten. „Darüber hinaus werden Umzugskosten übernommen und gegebenenfalls auch Entschädigungszahlungen geleistet“, so eine BImA-Vertreterin. Die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme ist für Ende 2027 geplant.
Besonderen Wert legt der Bund beim Bauprojekt auf Nachhaltigkeit. In der Erklärung der BImA heißt es: „Durch den Rückbau der ehemaligen Ladenpassage entsteht ein grüner, das Mikroklima prägender Innenhof mit einem Spielplatz, der für die Bewohnerinnen und Bewohner ein Treffpunkt und Erholungsbereich mitten im Trubel der Großstadt sein wird.“





