An Chanukka feiern Juden in aller Welt den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Zu Beginn des Festes am Sonntag kam die Dunkelheit am Bondi Beach von Sydney allerdings mit Macht zurück. Zwei Terroristen, Vater und Sohn, töteten 15 Menschen, verletzten viele weitere. Ihr Motiv: Hass auf Juden.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Auch in Berlin ist man um die Sicherheit jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger besorgt. Die Polizei hat deshalb für Mittwoch eine Allgemeinverfügung erlassen. Rund um den Pariser Platz am Brandenburger Tor werden der Gemeingebrauch von öffentlichen Flächen und die Versammlungsfreiheit beschränkt. Betroffen sind von 12 bis 18 Uhr die Bereiche Pariser Platz, Platz des 18. März und Unter den Linden zwischen Pariser Platz und Wilhelmstraße.
Neue Fahrzeugsperren vor jüdischen Einrichtungen
Das Abstellen von Kraftfahrzeugen (auch solchen mit Sonder- und Ausnahmegenehmigungen gemäß StVO), Fahrrädern, motorisierten Zweirädern, allen Arten von elektrobetriebenen Fahrzeugen oder mobilen Behältnissen (insbesondere Kleidercontainer, Müllbehälter) sei in diesen Bereichen und zu den festgeschriebenen Zeiten untersagt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bereits dort abgestellte Gegenstände müssten entfernt werden. Anwohner oder andere berechtigte Personen werden gebeten, ein Personaldokument beziehungsweise einen Dienst- oder Betriebsausweis als Legitimation mitzuführen.
Die Senatsverwaltung für Inneres teilte zudem mit, dass jüdische Einrichtungen in Berlin seit vergangener Woche mit neuen Fahrzeugsperren geschützt würden. Die rund 1,20 Meter hohen mobilen Poller von je 350 Kilogramm Gewicht böten einen schnellen und effektiven Schutz und kippten nach vorne, wenn ein Auto dagegen fahre. Die achteckige Grundplatte mit ihren Zacken verkeile sich zwischen Fahrzeug und Straße, was jedes Auto zum Stehen bringe und fahruntüchtig mache.

55 Chanukka-Leuchter an öffentlichen Plätzen
Beim zentralen Lichterzünden am Mittwoch nimmt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) als Ehrengast teil. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt der Pianist Igor Levit. Chanukka begann in diesem Jahr am vergangenen Sonntagabend und endet am 22. Dezember. Das Fest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels 164 vor Christus in Jerusalem.
In Berlin gib es dieses Jahr 55 Chanukka-Leuchter an öffentlichen Plätzen und prominenten Standorten. Bereits am Sonntag war am Brandenburger Tor die erste Kerze am Leuchter entzündet worden. An der Zeremonie nahmen hunderte Menschen teil, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, seine Frau Elke Büdenbender sowie der aschkenasische Oberrabbiner des Staates Israel, Kalman Meir Ber.
tok




