Am Checkpoint Charlie in Mitte haben am Donnerstagnachmittag Dutzende Menschen lautstark gegen die Politik Israels demonstriert und ein Ende des Hungers im Gazastreifen gefordert. Bei der Kundgebung riefen sie propalästinensische Slogans und hielten Plakate und palästinensische Fahnen hoch. Sie riefen unter anderem „Blut an euren Händen“ und „Gaza wird ausgehungert“. Es gab Festnahmen und Gewalt. Polizisten wurden verletzt.

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Die Demonstranten machten auch mit Kochtöpfen Lärm. Zudem wurde Pyrotechnik gezündet. Auf einem Protestschild stand: „Niemand kann heute sagen: Ich habe von nichts gewusst.“ Es kam zu Verkehrsbehinderungen, die Kreuzung am Checkpoint Charlie war lahmgelegt.

Die Polizei löste die Kundgebung schließlich auf. In einer Lautsprecher-Durchsage hieß es zur Begründung, das Handeln der Demonstranten stelle „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ dar. Die Menschen sollten das Gelände unverzüglich verlassen, andernfalls müsse die Polizei eingreifen.

Checkpoint Charlie: Demonstranten werfen Eier und Farbbeutel

Nach Angaben der Polizei kam es zu Gewalt. Es gab mehr als 20 Festnahmen, wie Sprecher Florian Nath am Abend sagte. Neun Einsatzkräfte seien leicht verletzt worden. Die Polizei ging mit Gewalt gegen Demonstranten vor, die sich Maßnahmen widersetzten. Bei der Demonstration seien Farbbeutel, Eier und Flaschen auf Einsatzkräfte und Polizeifahrzeuge geworfen worden.

Die Einsatzkräfte holten Menschen bei einer Sitzblockade von der Straße, nachdem die Kundgebung bereits von der Polizei aufgelöst war. Die Versammlung sei am frühen Abend insgesamt von Gewalt geprägt gewesen, schrieb die Behörde bei der Plattform X.

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Auslöser des Gaza-Kriegs war das Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 und die Verschleppung von Geiseln in den Gazastreifen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vor wenigen Tagen die Situation im Gazastreifen erneut als „nicht länger hinnehmbar“ bezeichnet.

jst/dpa