Im Zentrum von Berlin haben am Sonnabend tausende Menschen gegen Israel und das Vorgehen der Armee im Gazastreifen protestiert. Sie versammelten sich vor dem Reichstag, später zog die Demonstrierenden vom Platz der Republik am Reichstagsgebäude Richtung Potsdamer Platz, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Polizei sprach von mindestens 12.000 Teilnehmenden.

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Die Demonstration sei lange friedlich verlaufen, hieß es am frühen Abend. Erst zum Ende des Aufzuges am Potsdamer Platz seien israelfeindliche und verbotene Parolen skandiert worden, wie die „B.Z.“ mitteilt. 8000 Personen seien zu diesem Zeitpunkt noch am Ort gewesen. Die Polizei hätte daraufhin mehr als 50 Personen festgenommen.

Viele Demonstrantinnen und Demonstranten trugen Palästinensertücher und schwenkten palästinensische Fahnen, viele Menschen verliehen in Sprechchören und mit Schildern ihrer Solidarität mit den Palästinensern Ausdruck. 

Eine Gruppe Gegendemonstranten mit israelischen Fahnen.
Eine Gruppe Gegendemonstranten mit israelischen Fahnen.© AFP | Ralf Hirschberger

Demonstranten fordern Ende der Waffenlieferungen an Israel

Der Protest fand unter dem Motto „United 4 Gaza“ statt. Die Berliner Polizei verschaffte sich unter anderem mit einem Hubschrauber einen Überblick über das Geschehen. Auf Plakaten waren Forderungen nach einem Ende von Waffenlieferungen an Israel und einem sofortigen Stopp des vermeintlichen „Genozids“ und der Angriffe im Gazastreifen zu sehen. Andere Menschen hielten blutrot verschmierte Peace-Zeichen in den Händen.

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Der Krieg im Gazastreifen war durch den beispiellosen Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben etwa 1200 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach dem Hamas-Angriff startete Israel einen massiven Militäreinsatz im Gazastreifen.

Die Wassermelone gilt als Zeichen des Protestes gegen das israelische Vorgehen. Die Farben ähneln denen der palästinensischen Flagge.
Die Wassermelone gilt als Zeichen des Protestes gegen das israelische Vorgehen. Die Farben ähneln denen der palästinensischen Flagge.© AFP | Ralf Hirschberger

Proteste gegen Israel auch in London

Die Versorgungslage in dem Palästinensergebiet ist katastrophal. Nach Angaben der von der Hamas geführten Gesundheitsbehörden wurden seit Beginn des Krieges fast 56.000 Menschen im Gazastreifen getötet.

Auch in London gingen am Samstag Zehntausende zur Unterstützung der Palästinenserinnen und Palästinenser auf Straße. Sie kritisierten dabei das israelische Vorgehen im Gazastreifen ebenso wie die Angriffe des Landes auf den Iran.

AFP/BM