Marisol Palma Behnke, die Mutter des vermissten Deutsch-Chilenen Aleph von Fellenberg Palma, sucht weiterhin nach Spuren und Hinweisen zum Verbleib ihres Sohnes. Der 33-Jährige wird seit dem Ostersonntag, 20. April, vermisst. Vor drei Tagen fanden Spürhunde die Smartwatch des Vermissten nahe der Siegessäule. Die Suche nach Zeugen, die Aleph Christian von Fellenberg in der Nacht vom 20. auf den 21. April gesehen haben, geht weiter.

Die Merkmale des Vermissten:

  • Körpergröße: 1,86 Meter
  • dunkles Haar, Deckhaar leicht blondiert
  • schlanke Statur

„Er war nie in Diskotheken oder Clubs“

Über den Verlauf des Abends sind nun neue Details bekannt geworden. „Aus dem Chatverlauf auf Whatsapp kann man ablesen, dass mein Sohn nach dem Treffen im Soho House keine weitere Verabredung hatte“, sagt Marisol Palma. Bevor Aleph verschwunden ist, sei er vom Soho House ins Hotel Hilton am Gendarmenmarkt zurückgekehrt und habe im Fitness-Studio des Hotels trainiert. Warum oder ob er nach 23 Uhr noch einmal das Hotel verlassen haben könnte, ist ungeklärt.

Bei der Mutter des Vermissten, einer promovierten Historikerin aus Chile, liegen die Nerven blank. „Leider habe ich keinen Einblick in die Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras des Hotels erhalten“, sagt sie. „Und auch von der Kriminalpolizei habe ich seit Freitag nichts mehr gehört. Es fühlt sich an, als ob die Ermittlungen noch gar nicht aufgenommen worden wären, zumindest nicht in vollem Umfang.“

Könnte Aleph Drogen konsumiert haben? „Mein Sohn war nie in Diskotheken oder Clubs“, ist Marisol Palma sicher. „Auch Drogen haben ihn überhaupt nicht interessiert. Er hat höchstens mal eine Zigarette geraucht.“ Die 54-Jährige betont, dass ihr Sohn eine Personalvermittlungsagentur betrieb. Er habe eine Finanzdienstleistungsfirma in Berlin gründen wollen. Ein Eintrag im Handelsregister in Berlin-Charlottenburg ist mittlerweile gelöscht, da der 33-Jährige die Firma lieber im Ausland etablieren wollte.

Foto an Konsulat übergeben

Aleph von fellenberg
Vermisst: Aleph von Fellenberg© BM | Privat

Mittlerweile hat Marisol Palma Behnke beim Konsulat ihre Suchmeldung eingereicht und in der ganzen Stadt Plakate aufgehängt. „Meine Intuition sagt mir, dass mein Sohn unter einer Amnesie leiden könnte“, sagte die Historikerin. Die Hoffnung ist nun, dass medizinisches Personal in Notaufnahmen den Sohn auf Fotos erkennen könnte.

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