Verschwendung ist keine Option. Und so hat sich die „Fruchthof Berlin Verwaltungsgenossenschaft eG“ etwas einfallen lassen, wenn am 15. September mit einem riesigen Obstsalat gefeiert wird. Anlass ist der 75. Jahrestag des Großmarkts an der Beusselstraße in Berlin-Moabit. Der knapp elf Tonnen schwere Früchtemix soll Stoff für das Guinessbuch der Rekorde liefern und den derzeitigen Platzhalter Frankreich verdrängen. Der Rekord dort liegt bei 10.340 Kilogramm.

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Das Ziel sind mindestens 10.750 Kilogramm Obstsalat, um den Weltrekord zu knacken. Die Mischung soll aus feinsten Früchten am Tag der offenen Tür am 15. September zusammengewürfelt werden. Bis dahin laufen im Hintergrund Vorbereitungen, damit ausreichend Helfer da sind. Wer Teil des Weltrekordversuchs sein will, kann sich melden (www.fruchthof-berlin.de). Wie die Händlergenossenschaft am Dienstag verkündete, wird das Ergebnis an die Berliner Tafel gespendet, die sich um die weitere Verteilung des Salates kümmert.
Fruchthof Berlin: Schirmherrin ist Cornelia Seibeld
Laut Sabine Werth, Vorstandsvorsitzende der Berliner Tafel, wird das verarbeitete Obst an armutsbetroffene Menschen in der Stadt verteilt. „Der Berliner Großmarkt ist auch Heimat der Berliner Tafel. Verbunden durch die Nachbarschaft und die gemeinsame Liebe zu Lebensmitteln freuen wir uns umso mehr auf das Jubiläum des Fruchthofs“, so Werth.
Nils Doerwald, Vorstandsmitglied bei Fruchhof Berlin, freut sich auf das große Fest im September, denn an diesem Tag sind Interessierte und Unterstützer auf dem Gelände herzlich willkommen. „Vielleicht schnippelt der Eine oder die Andere sogar mit uns am Weltrekord mit“, erklärte Doerwald. Schirmherrin des Jubiläums ist die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld.
Fruchthof Berlin: Jubiläum mit großem Markt für Besucher
Zum Jubiläumsfest können Besucherinnen und Besucher auch einen Blick hinter die Kulissen des Großmarkts werfen, der sonst nur Einzelhändlern zum Einkauf offensteht. Geplant ist ein großer Wochenmarkt von 10 bis 18 Uhr. Nikolaus Fink vom Wochenmarktveranstalter „Die Marktplaner“ sagte: „Ohne zentralen Großmarkt kann es keine vielfältigen Wochenmärkte in Berlin geben. Ohne Wochenmärkte fehlt es aber an buntem Kiezleben.“

Neben Obst und Gemüse soll es ein breites Angebot an Speisen und Getränken sowie Attraktionen für Kinder und ein Bühnenprogramm mit Live-Musik geben. Der Berliner Senat ist durch Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und Finanzsenator Stefan Evers (CDU) vertreten.
Fruchthof schlägt jährlich 220.000 Tonnen Ware um
Beim 15. September, in diesem Jahr ein Sonntag, handelt es sich um den tatsächlichen Gründungstag des Fruchthofs. Von West-Berliner Großhändlern ins Leben gerufen, öffnete der Großmarkt erstmals am 5. Dezember 1949 seine Pforten, damals noch auf dem Gelände der ehemaligen Askania-Werke in Mariendorf. Eine Notlösung zunächst. Denn die zentralen Großmarkthallen am Alexanderplatz in Mitte waren für die Händler aus den Westsektoren bald nach der Blockade nicht mehr zu erreichen.
1965 erfolgte dann der Umzug des Fruchthofs in die neu errichteten Großmarkthallen in der Beusselstraße in Moabit. Dort ist die Genossenschaft bis heute der größte Mieter. Auf dem etwa 85.000 Quadratmeter großen Gelände sind derzeit etwa 50 Großhändler und eine Vielzahl weiterer Betriebe tätig, die knapp 2000 Menschen vieler Nationalitäten in unterschiedlichen Jobs beschäftigen. Pro Jahr werden dort 220.000 Tonnen Ware umgeschlagen. Versorgt werden Gastronomie, Hotels, Kitas, Krankenhäuser und andere in Berlin und Brandenburg.





