Skylounge, Mini-Grünanlage, Büros – in die Pläne des Büroneubauprojekts „JaHo“ an der Jannowitzbrücke in Mitte kann die Berliner Bevölkerung noch einmal Einsicht nehmen und auch Stellung beziehen. Dabei war die Öffentlichkeitsbeteiligung eigentlich bereits abgeschlossen. Der Bezirk Mitte als zuständige Genehmigungsbehörde gab nun bekannt: Das Verfahren wird wiederholt.

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Grund ist die Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) aus dem Jahr 2023, die neue Regelungen zur öffentlichen Auslegung der Bauunterlagen mit sich brachte. Damit sie leichter zugänglich sind, werden die Baupläne zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 1-109 VE vom 15. Juli bis 16. August 2024 zusätzlich zur Veröffentlichung im Internet auch in der Schiller-Bibliothek, Müllerstraße 149, 13353 Berlin, im Foyer im Erdgeschoss, ausgelegt. In der Zeit von Montag bis Freitag, 10 bis 19.30 Uhr, und Sonnabend, 10 bis 14 Uhr, stehen die Unterlagen zur Verfügung. Der Bezirk befürchtet, einen Verfahrensfehler zu begehen, wenn die Öffentlichkeitsbeteiligung nicht in angepasster Form wiederholt wird.

Einwände sind online, per E-Mail und auf dem Postweg möglich

Während der Veröffentlichungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Diese können elektronisch über die Internetseiten www.berlin.de/bebauungsplaene-mitte und www.meinberlin.de eingereicht werden. Einwände und Feedback können außerdem per E-Mail an das Bezirksamt, bebauungsplan@ba-mitte.berlin.de, sowie auf dem Postweg an Bezirksamt Mitte von Berlin, Stadtentwicklungsamt, Müllerstraße, 146, 13353 Berlin übermittelt werden.

Art Invest am S-Bahnhof Jannowitzbrücke
Blick über den Bahnhof Jannowitzbrück auf das geplante Projekt „JaHo“. © Art Invest/ Chipperfield/Kuehn Malvezzi | Art Invest/ Chipperfield/Kuehn Malvezzi

Die nun neu eingehenden Stellungnahmen werden in der anschließenden Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander abgewogen. Weiterhin berücksichtigt werden auch die Stellungnahmen, die ab dem 10. Juni 2024 zu dem Projekt abgegeben wurden. Dass auch bei anderen Projekten im Bezirk oder berlinweit eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung nötig wird, ist nicht bekannt.

„JaHo“: Gebaut werden fast ausschließlich Büros

Das Projekt „JaHo“ zwischen S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke sowie der Holzmarktstraße soll aus drei Teilen bestehen. Der Projektentwickler Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG möchte zunächst das s-förmige Gebäude „Holzmarkt-Kontor“ und das kleinere Gebäude „Holzmarkt 5“ des Architekturbüros Kuehn Malvezzi realisieren.

Der 70 Meter hohe „Jannowitz-Turm“ nach einem Entwurf des Architekten David Chipperfield soll folgen. Genutzt werden sollen die Gebäude für Büros, Gastronomie und Geschäfte. Die Skylounge wird öffentlich zugänglich sein. Bislang wurden bereits Tiefbauarbeiten vollzogen. Die Baugrube weist derzeit auffällige weiße Rohre auf, die zur Stabilisierung des späteren Baus dienen.

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