Ein besserer Werbeplatz für ein Riesenplakat ist kaum zu finden – Unter den Linden Ecke Glinkastraße, zwischen Brandenburger Tor und Bebelplatz. Der Streit um die wechselnden Werbeplanen dort im XXL-Format dauert bereits mehr als neun Jahre. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) beschlossen, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts vor rund zweieinhalb Jahren Bestand hat, und dass das Plakat entfernt werden muss – der aktuelle Beschluss ist unanfechtbar, die Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts wurde abgelehnt.

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„Wir sind sehr froh über das Urteil und erwarten, dass das Plakat umgehend entfernt wird“, sagte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) auf Anfrage dieser Zeitung. Insgesamt handele es sich um einen „sehr ärgerlichen Vorgang“. Der Kläger, Inhaber eines Unternehmens für Außenwerbung, brachte unter anderem für die Komische Oper an einem Baugerüst am Giebel des Funktionsgebäudes des Opernhauses großflächige Werbeplakate für Fremdwerbung an. Nach Angaben des Klägers erzielte die Komische Oper aus der Werbeanlage Einnahmen, die fest im Budget eingeplant gewesen seien.

Das Bezirksamt Mitte hatte erstmals im Februar 2009 angeordnet, die Werbeanlage zu beseitigen. Eine Baugenehmigung sei nie beantragt worden, eine nachträgliche Genehmigung komme nicht in Betracht. Es folgten Jahre rechtlicher Auseinandersetzungen.

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