Nach dem noch ungeklärten Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Gefängnis fordert der Verein „Demokrati-Ja“ die Behrenstraße in Berlin-Mitte an der russischen Botschaft in „Nawalny-Straße“ umzubenennen. Man fordere dies zusammen mit 30 anderen Verbänden. Der Berliner Senat solle so ein Zeichen setzen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heißt.

Die Initiative hat für ihr Anliegen eine Petition auf change.org gestartet, die mit Stand Montag bereits mehr als 1700 Unterstützer und Unterstützer gefunden hat. Der Verein besteht aus russischen Emigranten, die in Berlin leben. Die Mitglieder fanden sich zusammen, nachdem der Oppositionelle Alexey Nawalny im Januar 2021 in ein sibirisches Straflager gekommen war.

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Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, starb Nawalny dort aus noch nicht abschließend geklärten Gründen. Der Verein „Demokrati-Ja“ setzt sich für ein demokratisches und Europa wohlgesonnenes Russland ein. Er fordert außerdem, den Krieg mit der Ukraine einzustellen.

Nawalny war am Freitag der vergangenen Woche laut Angaben des sibirischen Gefängnisses bei einem Spaziergang zusammengebrochen. Schnell wurden Stimmen laut, er sei umgebracht worden. Bestätigt ist das bisher nicht. Der Oppositionelle war in Russland zu 19 Jahren Straflager verurteilt worden. Man hatte ihm Extremismus vorgeworfen. Tage nach seinem inzwischen auch offiziell bestätigten Tod ist noch immer nicht klar, wo sich der Leichnam des 47-Jährigen befindet. Er hinterlässt seine Frau Julija sowie die beiden Kinder Daria (23) und Zahar (16).

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