Im Rahmen des Berliner Radnetzes ist mit der Tucholskystraße eine wichtige Verkehrsader in Mitte in eine Fahrradstraße umgewandelt worden. Die Tucholskystraße erstreckt sich von der Torstraße bis zur Oranienburger Straße und grenzt an die für den Radverkehr besonders wichtige Linienstraße an, die ebenfalls Fahrradstraße ist. In den vergangenen Jahren war es in der Tucholsky- und der Linienstraße mehrfach zu Unfällen mit Beteiligung von Radfahrern gekommen.
Laut Verkehrsstadträtin Almut Neumann (Grüne) ist die Linienstraße durch die Umwandlung in eine Fahrradstraße „deutlich sicherer geworden.“ Viele Berliner begrüßen die Entwicklung. Darunter auch Arne Behrensen, Referent beim Branchenverband Zukunft Fahrrad. Als Vater von zwei Kindern fühlt er sich auf Fahrradstraßen „einfach sicherer.“ Sein erster Eindruck: „Die Diagonalsperre in Höhe der Auguststraße trägt spürbar zur Entlastung von Kfz-Durchfahrverkehr bei. Das ist sehr gelungen.“
Tucholskystraße in Mitte: Herausnehmbare Poller und Parkplätze für E-Bikes und Lastenräder
Um die Pkw daran zu hindern, die Tucholskystraße als Abkürzung zu nutzen, hat das Straßen- und Grünflächenamt einen Diagonal- oder Modalfilter an der Kreuzung Tucholskystraße/ Auguststraße eingebaut und die Vorfahrtsregelungen geändert. Der Verkehr wird so wieder zurück auf die Hauptstraßen Oranienburger Straße und Torstraße geführt. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie die Müllentsorgung können die Poller im Bedarfsfall herausnehmen.
Ebenso können die Poller temporär für den Schienenersatzverkehr abgeordnet werden, wenn dieser über die Tucholskystraße geführt wird. Neue Abstellanlagen für Fahrräder, E-Roller und Krafträder machen die Gehwege besser für Fußgänger und Fußgängerinnen passierbar.


