Schlittschuhlaufen

Sport-Stadträtin will Eis-Stadion in Mitte für alle öffnen

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Birgit Lotze
Eislaufen ist weniger möglich als sonst im Berliner Winter. Dieses Jahr wird Energie gespart, städtische Außenflächen schließen bei Schäden und Pop-up-Bahnen wie diese früher auf dem Marlene-Dietrich-Platz fallen flach.

Eislaufen ist weniger möglich als sonst im Berliner Winter. Dieses Jahr wird Energie gespart, städtische Außenflächen schließen bei Schäden und Pop-up-Bahnen wie diese früher auf dem Marlene-Dietrich-Platz fallen flach.

Foto: www.winterwelt berlin.de

Jetzt geht es doch: Erika-Hess-Stadion soll auch für Freizeitsportler auf Kufen geöffnet werden. Bislang ist es Vereinen und Schulen vorbehalten.

Berlin.  Eislauf im Erika-Hess-Stadion in Wedding soll für jeden Bürger, jede Bürgerin, auch für Kinder möglich gemacht werden. Maja Lasic (SPD), Bezirksstadträtin für Schule und Sport in Berlin-Mitte, kündigte in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) an, dass daran gearbeitet werde. „Wir streben die Öffnung für sämtliche Bevölkerungsgruppen an.“

Am 11. Januar hatte das Bezirksamt die Außenfläche des Stadions nach einem Schadensfall geschlossen. Der Großteil der Vereine war davon nicht betroffen, da sie meist in der Halle trainieren. Doch Freizeitsportler sind seitdem vom Eislauf im Weddinger Stadion ausgeschlossen.

Vor allem Dirk Beyer, Leiter der Ungewöhnlichen Eislaufschule Berlin, hatte darauf hingewiesen, dass die weiterhin geöffnete Eishalle ausschließlich Vereinen und Schulen vorbehalten sei. Freizeitsportler hätten keine Möglichkeiten mehr im Bezirk Mitte. Dabei sei Eislaufen in erster Linie ein Familiensport. Eisbahnen seien auch Treffpunkte für Jugendliche, auch zum Austoben – und damit ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit.

Solange die Außenanlage geschlossen ist, muss Eislaufschule-Leiter Beyer 700 bis 800 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen absagen – jeden Monat. Wegen der Energiekrise war die Eislauf-Saison von vornherein diesmal stark verkürzt, sie hatte später begonnen.

„Eis für alle“: Dringlichkeitsantrag wird als erledigt betrachtet

Unter dem Aufruf „Eis für alle“ hatte die CDU in der BVV einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Die Grünen wollten das Thema zunächst in den Sportausschuss überweisen, was mit knapper Mehrheit (22 Ja- und 23 Nein-Stimmen) abgelehnt wurde. Noch mehr Sitzungen abzuwarten, dauere zu lange, begründete Daniela Fritz (CDU) das Nein ihrer Fraktion. Dann sei die Eislauf-Saison vorüber, sie gehe ja nur bis Ende März.

Der CDU-Antrag scheiterte trotzdem, nach der Zusage der zuständigen Stadträtin wurde er mit 23 gegen 22 Stimmen als „erledigt“ abgelehnt. Die CDU begrüßte zwar das Engagement der Stadträtin, hätte trotzdem gerne den Antrag stehen lassen. Die Position der Sport-Stadträtin werde damit im weiteren Verhandlungsverlauf vielleicht gestärkt, so das Argument.

Im Antrag wurden – neben der Forderung, Eislaufen für alle im Erika-Hess-Stadion zu ermöglichen – auch regelmäßige Berichte über den Fortgang der Bemühungen im Sportausschuss gefordert: Zur Öffnung des Stadions für alle und auch über den Fortgang der Reparaturen am defekten Kühlsystem der Außenbahn.

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