Unter dem Motto „People not Profit“ hat die Klimaschutzbewegung Fridays for Future am Freitag erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Weltweit und in über 250 Städten in Deutschland finden Proteste für eine klimagerechte Zukunft und Frieden in der Ukraine statt. In Berlin fand um 12 Uhr eine Kundgebung am Invalidenpark statt. Die Berliner Polizei sprach am Mittag von 10.000 Teilnehmern. Fridays for Future selbst nannte eine Zahl von 22 000 Teilnehmern bei der Abschlusskundgebung.

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Unter den Demonstranten waren viele Studenten und Schüler, die der Schule fernblieben. Auf Plakaten stand: „Klimagerechtigkeit für die Zukunft und Frieden“ und „Hey Ampel, schaltet endlich auf grüne Klimapolitik“. Viele Teilnehmer zeigten mit Transparenten in blau-gelb - den Farben der ukrainischen Flagge - Solidarität mit der Ukraine.
Vom Invalidenpark aus zogen die Aktivisten anschließend durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, wo eine weitere Kundgebung stattfinden sollte. Sprechen sollte auch die bekannte Umweltschützerin Luisa Neubauer. Unter anderem nahmen der ukrainische Klima-Aktivist Illyes El Kortbi und der russische Klima-Aktivist Arshak Makichyan an der Kundgebung teil.
Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) rät Autofahrern, die Berliner Innenstadt am Freitag zu meiden. Menschen, die den Hauptbahnhof erreichen wollen, sollten demnach mit S- und U-Bahn anreisen. Lesen Sie auch: Fridays for Future lädt Musikerin wegen ihrer Dreadlocks aus
Fridays for Future fordert den Stopp von Gas- und Öl-Importen aus Russland

Durch die Demonstrationen will Fridays for Future ein Zeichen für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze setzen, die 2015 auf der UN-Klimakonferenz festgesetzt wurde, sowie das Ende des Krieges in der Ukraine fordern. Darüber hinaus fordern die Demonstranten, den Handel mit Russland über fossile Brennstoffe einzustellen. Deutschland sei einer der Hauptabnehmer russischer Energieimporte, als Antwort auf den Krieg fordern die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future daher den Importstopp fossiler Energieträger aus Russland.
„Indem die Bundesregierung weiter an Kohle-, Öl- und Gasimporten festhält, finanziert sie den Angriffskrieg Putins auf die Ukraine. Die Regierung ist in der Pflicht, die Importe zu stoppen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden“, sagt Jule Pehnt, Pressesprecherin von Fridays for Future.
Auch sei es die Aufgabe der Bundesregierung, die Energiewende voranzutreiben und vermehrt in erneuerbare Energien zu investieren, anstatt neue fossile Abhängigkeiten zu schaffen.
„Erneuerbare Energien auszubauen ist doppeltes Krisenmanagement, gegen Krieg und gegen Klimakatastrophen“, erklärt Elisa Baş, Sprecherin der Klimabewegung.
Demo von Fridays for Future in Berlin im Oktober 2021 - die Bilder
Demo von Fridays for Future in Berlin - die Bilder
mit dpa























