Wedding

Ex-Bürgermeister Hans Nisblé mit 76 Jahren gestorben

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Hans Nisblé (r.) erhielt 2007 das Bundesverdienstkreuz. Links auf dem Foto: der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.

Hans Nisblé (r.) erhielt 2007 das Bundesverdienstkreuz. Links auf dem Foto: der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.

Foto: Davids

Sieben Jahre führte Hans Nisblé die Geschicke des Bezirks Wedding und war weit darüber hinaus bekannt.

Berlin. Der Stadtälteste sowie Weddinger Bezirksbürgermeister und Stadtrat Hans Nisblé ist tot. Er starb am 11. Januar im Alter von 76 Jahren, wie aus einer Mitteilung der Senatskanzlei am Montag hervorging. Darin würdigte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) den früheren Kommunal- und Landespolitiker, der ebenfalls Mitglied der SPD war.

„Mit Hans Nisblé verliert unsere Stadt einen Politiker im besten Sinne des Wortes. Hans Nisblé hat sich für die Menschen und ihre Nöte beherzt und engagiert eingesetzt“, erklärte Giffey. Der Berliner Senat trauere „mit seiner Familie, mit seinen Freunden, Bekannten und Weggefährten, die ihn sein Leben lang in seinen vielen verantwortungsvollen Ämtern und Funktionen begleitet haben“.

Von 1994 bis 2001 ein sehr beliebter Bezirksbürgermeister

Nisblé hatte seine Karriere als Bürobote begonnen, danach war er im Druckhaus Tempelhof in der Schriftgießerei tätig. Den Anstoß, sich in der SPD politisch zu engagieren, gab für ihn der Mauerbau im Jahr 1961. In der Arbeiterwohlfahrt (Awo) übernahm Nisblé in den Folgejahren ebenfalls diverse Funktionen und war zeitweise auch Landesgeschäftsführer.

1985 wurde er Mitglied des Abgeordnetenhauses, ein Jahr später Bezirksstadtrat von Wedding. Von 1994 bis zur Auflösung des Bezirks 2001 war der gebürtige Berliner laut Giffey ein sehr beliebter Bezirksbürgermeister, danach arbeitete er als Stadtrat von Mitte. Nisblé wurde 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 2015 erhielt er mit der Marie-Juchacz-Plakette die höchste Ehrenauszeichnung der Awo. Ein Jahr später wurde er zum Stadtältesten ernannt.

Der Awo-Kreisverband Mitte nahm in einer Stellungnahme Abschied von Hans Nisblé. „Im Rahmen seiner mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Zugehörigkeit zur Arbeiterwohlfahrt stand er nicht nur zehn Jahre an der Spitze des Awo-Landesverbandes, sondern war auch viele Jahre aktives Mitglied unseres Kreisverbandes“, hieß es dort. Insbesondere die Älteren würden sein Wirken in Erinnerung behalten.

( jes )