Der Bereich vor dem Kulturforum am Rande des Potsdamer Platzes soll künftig den Namen „Johanna und Eduard Arnhold Platz“ tragen. Das teilten Vertreterinnen und Vertreter der Arnhold-Initiative am Donnerstag mit – unter ihnen die Publizistin Lea Rosh und der Architekt Thomas Albrecht. Der bisher als „Unort“ erscheinende Platz soll an das Wirken der früheren Bewohnerinnen und Bewohner des Tiergartenviertels erinnern, sagte Albrecht.

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Damit meinte er neben dem Ehepaar Arnhold auch beispielsweise den deutschen Maler Max Liebermann oder die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler. Sie alle hätten das öffentliche Leben in Berlin und oft darüber hinaus geprägt. „Berlins Kulturblüte bis 1933, von der auch das heutige Berlin immer noch in wesentlichen Teilen lebt, verdankt sich vor allem Gestalten wie Eduard Arnhold und seiner Frau Johanna und anderen hochherzigen Persönlichkeiten aus dem jüdischen Bürgertum“, sagte Christoph Stölzl, Gründungsdirektor des Exilmuseums und Mitglied der Initiative. „An sie in einem sichtbaren Zeichen zu erinnern, das ins öffentliche Bild unserer Stadt eingezeichnet wird, ist überfällig.“

Bis 2025 soll die Umgestaltung des Platzes erfolgt sein

Eduard Arnhold (1849–1925) gilt als einer der bedeutendsten Sammler und Förderer von Max Liebermann. Zudem erbaute und finanzierte er die Villa Massimo in Rom – eine Kultureinrichtung, die heute als Institution zur Spitzenförderung gilt. Seine Frau Johanna (1859–1929) stiftete das „Johanna-Heim“ nordöstlich von Berlin, eine Bildungsstätte für junge Frauen aus prekären Verhältnissen. Der künftige „Johanna und Eduard Arnhold Platz“ soll in diesem Zuge auch umgestaltet werden. Unter anderem könnte ein Fragment des Gartens der Villa Massimo entstehen. Spätestens zum 100. Todestag Eduard Arnholds im Jahr 2025 soll das Projekt fertig sein.