Stadtentwicklung

Bau für Turm an der Jannowitzbrücke kann bald beginnen

Das Projekt sieht Büroflächen, Gastronomie und eine öffentliche Skybar vor. Nun ist das Bebauungsplan-Verfahren eingeleitet worden.

Der Bau für das Projekt "JAHO Berlin-Mitte" kann beginnen. Das Bebauungsplanverfahren ist eingeleitet worden. 

Der Bau für das Projekt "JAHO Berlin-Mitte" kann beginnen. Das Bebauungsplanverfahren ist eingeleitet worden. 

Berlin. Der Bau des 70 Meter hohen Büroturms auf dem brachliegenden Grundstück zwischen Holzmarktstraße und S-Bahnhof Jannowitzbrücke im Bezirk Mitte kann bald beginnen. Die Bauherren, die Art-Invest Real Estate und die Cesa Group, haben noch Ende 2020 ein Bebauungsplanverfahren beantragt. Diesem hat der Bezirk nun stattgegeben.

In den kommenden Jahren soll das Hochhaus des zweiteiligen Projekts „JAHO Berlin-Mitte“ mit 18 Stockwerken und einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern entstehen. Nach Auskunft der Bauträger ist auf der obersten Etage eine öffentlich zugängliche Skybar geplant. Von hier aus sollen Besucher einen Panoramablick über die Spree und den Alexanderplatz haben. Auch die Erdgeschosse der Gebäude sollen öffentlich genutzt werden. Ein Supermarkt, Cafés und Restaurants sollen hier einziehen. Auf den restlichen Flächen sind nach Angaben der Bauherren „hochwertige Büros“ geplant, unter anderem Räume für Co-Working.

Büroturm bekommt Zugang zum S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke

Unterirdisch soll auf dem Grundstück Holzmarkstraße 3-5, auf dem früher ein Supermarkt und eine Autowaschanlage waren, eine Tiefgarage errichtet werden. Rund 60 Stellplätze sind geplant. Interessanter für Berlinerinnen und Berliner dürfte allerdings die Erreichbarkeit des Büroturms mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sein. So soll das Hochhaus über den Stadtplatz einen Zugang zum S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke bekommen.

Die Pläne für das Gebäude kommen vom britischen Star-Architekten David Chipperfield, der auch die James Simon Galerie in Mitte entworfen hat. Eine Jury wählte nach einem Workshopverfahren im Jahr 2019 den 70-Meter-Turm einstimmig aus. Dem Gremium gehörten damals Vertreter der Senatsverwaltung, des Bezirksamts Mitte, eine Auswahl von unabhängigen Architekten sowie der Bauherr an.

Bahnhofvorplatz an der Jannowitzbrücke soll neugestaltet werden

Neben dem Stadtturm sehen die Investoren als zweiten Teil des Projekts „JAHO Berlin-Mitte“ zwei Gebäude mit sechs Geschossen auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern vor. Insgesamt sollen für das Gesamtprojekt auf dem Grundstück zwischen Friedrichshain und Mitte rund 50.000 Quadratmeter Fläche bebaut werden. Der Entwurf der kleineren Gebäude stammt vom Berliner Architektenbüro Kuehn Malvezzi, das auch das Drei-Religionen-Haus „House of One“ in Mitte plant. Den Bauantrag hatten die Investoren des JAHO-Projekts im Juni eingereicht. Das Bauvorhaben entsteht neben dem Stadthaus und dem Baudenkmal Holzmarkstraße 10. Zur Höhe des Investitionsvolumens machten die Bauherren keine Angaben.

Zudem soll nach Angaben der Investoren der Bahnhofvorplatz am S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke neugestaltet werden. Dazu sei man mit dem Land Berlin, dem Bezirk Mitte und Anrainern in der Konzepterstellung, so Achaz von Oertzen, Geschäftsführer der Cesa Group. Er könne sich einen begrünten Stadtplatz vorstellen.

Ab wann Besucher Berlin von der Skybar aus betrachten können, ist noch unklar. Einen genauen Zeitplan für den Bau des Stadtturms nannten die Investoren bislang nicht. Es hieß lediglich, die Realisierung des Entwurfs sei durch das Einleiten des Bebauungsplanverfahrens näher gerückt.