Schwimmwettkampf

Algenblüte: Flussbadpokal in der Spree muss abgesagt werden

Erst Abwasser jetzt Algen: Wegen schlechter Wasserqualität kann der Schwimmwettkampf im Spreekanal an der Museumsinsel nicht stattfinden.

Der Berliner Flussbadpokal kann in diesem Jahr wegen schlechter Wasserqualität nicht stattfinden (Archiv).

Der Berliner Flussbadpokal kann in diesem Jahr wegen schlechter Wasserqualität nicht stattfinden (Archiv).

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Die Austragung des Flussbadpokals an der Museumsinsel muss in diesem Jahr auch im zweiten Anlauf abgesagt werden. Der für Sonntag geplante Ersatztermin des Schwimmwettkampfs in der Spree könne wegen der derzeitigen Algenblüte im Fluss nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Stattdessen lädt der Verein Flussbad Berlin, der das Rennen ausrichtet, alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Wasserqualität in den Flussbadgarten neben dem Staatsratsgebäude.

Schon im Juni musste der Flussbadpokal in der Spree abgesagt werden

Die aktuelle Algenblüte sei durch die hohen Wassertemperaturen der vergangenen Wochen und die nur langsam fließende Spree begünstigt worden, teilte der Verein mit. Unter diesen Bedingungen sei eine Austragung nicht möglich, denn beim Kontakt mit bestimmten Sorten von Blaualgen könnten gesundheitliche Folgen nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt hätten sich 698 Schwimmer für das Bad in der Spree angemeldet, hieß es von den Veranstaltern. 125 davon hätten am 1500-Meter-Rennen teilnehmen sollen. „Wir freuen uns sehr über die erneute deutliche Steigerung des Interesses am Pokal und am Fluss Bad Berlin Projekt“, sagte Charlotte Hopf, Vorständin des Vereins. Um so größer sei die Enttäuschung über die erneute Absage, die Gesundheit der Schwimmer habe jedoch Vorrang.

Bund und Land Berlin fördern Bau von großer Freitreppe für Freibad

Ursprünglich sollte das Wettschwimmen bereits im Juni stattfinden. Durch heftige Regenfälle war damals jedoch die Berliner Mischwasserkanalisation übergelaufen und hatte die Spree verunreinigt. Eine ausreichende Wasserqualität war dadurch nicht mehr gegeben. Auch im Jahr 2017 konnte der Wettbewerb nicht stattfinden.

Der Flussbadpokal ist Teil eines viel größeren Vorhabens. Die Initiatoren wollen den linken Spreekanal entlang der Museumsinsel zu einem öffentlichen Freibad machen. Dafür soll zwischen Gertraudenbrücke und Auswärtigem Amt eine 400 Meter lange mit Pflanzen bewachsene Kiesschicht das hindurchfließende Spreewasser reinigen. In dieser Passage finde eine mikrobiologische Reinigung statt, so dass anschließend gefahrlos im Wasser geschwommen werden könne, so die Initiatoren. Der Schwimmbereich soll sich schließlich über einen 835 Meter langen Abschnitt erstrecken.

Im April hatten der Bund und das Land Berlin bekannt gegeben, Planung und Bau der ersten Freitreppe an der Schlossfreiheit aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu finanzieren

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