Mit dem Gebiet rund um den Humboldthafen am Hauptbahnhof verbindet man in den vergangenen Jahren vor allem eines: Baustellen. Nach und nach entstanden und entstehen auf den Flächen um das Wasserbecken Büros und Wohnhäuser. Nur vier Grundstücke, alle in Landeshand, sind bisher unbebaut geblieben.
Um sie ist nun ein Streit zwischen Senat und dem Bezirk Mitte entbrannt. Das Land Berlin möchte die verbliebenen Freiflächen allesamt bebauen. Dagegen stellt sich der Bezirk Mitte: Zwei der Gebäude, beides schmale Riegelbauten an der Ost- und Westseite des Beckens sollen gestrichen werden, fordert der Bezirk. „Die letzten Flächen zu bebauen wäre ein Fehler“, sagte Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) am Freitag. Das gesamte Bezirksamt sei sich einig, dass es verkehrt wäre, mit zwei Riegeln das Wasser zuzubauen. „Man sollte das Becken atmen lassen“, findet Gothe.


