Humboldthafen

Bezirk Mitte stellt sich gegen Neubauten am Hauptbahnhof

Mitte will den Bau zweier Gebäude durch das Land am Hauptbahnhof verhindern. Nun muss das Abgeordnetenhaus sich damit befassen.

Das Land Berlin plant am Humboldthafen den Bau mehrerer Gebäude.

Das Land Berlin plant am Humboldthafen den Bau mehrerer Gebäude.

Foto: Ephraim Gothe

Berlin. Mit dem Gebiet rund um den Humboldthafen am Hauptbahnhof verbindet man in den vergangenen Jahren vor allem eines: Baustellen. Nach und nach entstanden und entstehen auf den Flächen um das Wasserbecken Büros und Wohnhäuser. Nur vier Grundstücke, alle in Landeshand, sind bisher unbebaut geblieben.

Um sie ist nun ein Streit zwischen Senat und dem Bezirk Mitte entbrannt. Das Land Berlin möchte die verbliebenen Freiflächen allesamt bebauen. Dagegen stellt sich der Bezirk Mitte: Zwei der Gebäude, beides schmale Riegelbauten an der Ost- und Westseite des Beckens sollen gestrichen werden, fordert der Bezirk. „Die letzten Flächen zu bebauen wäre ein Fehler“, sagte Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) am Freitag. Das gesamte Bezirksamt sei sich einig, dass es verkehrt wäre, mit zwei Riegeln das Wasser zuzubauen. „Man sollte das Becken atmen lassen“, findet Gothe.

Anders sieht es die von Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) geführte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Es gibt einen festgelegten B-Plan. Der ist vom Abgeordnetenhaus unter Berücksichtigung aller Belange beschlossen worden“, sagte eine Sprecherin zum Streit um das Grundstück. Die Gebäude rund um den Humboldthafen würden das Becken einfassen. Dort zwei Bauten wegzulassen würde den Rahmen unterbrechen.

Doch den Bezirk überzeugt das nicht. Im Portfolioausschuss, einem Schlichtungsgremium zwischen Land und Bezirken, lehnte der Bezirk die Baupläne bis zuletzt ab. Ein Präzedenzfall. Jetzt geht das Thema zurück ins Abgeordnetenhaus. Dort muss sich nach der Sommerpause der Vermögensausschuss mit der Frage befassen, was mit den landeseigenen Flächen geschehen soll.

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