Moabit

Polizeigebäude von Ratten befallen

Die Räume der Einsatzhundertschaft 31 in Moabit sind von Ratten befallen. Die Polizeigewerkschaft beklagt Sanierungsstau.

Rattenbefall in den Räumen der 31. Einsatzhundertschaft in Moabit.

Rattenbefall in den Räumen der 31. Einsatzhundertschaft in Moabit.

Foto: Benjamin Jendro / BM

Die Räume der Einsatzhundertschaft 31 in Moabit sind von Ratten befallen. Ein entsprechender Zettel klebt seit Freitagfrüh an der Toilettentür. Was Beamte wegen angeknabberter Rohre an den Toiletten schon länger vermuteten, ist damit nun Gewissheit.

Die Löcher in den Rohren sind nun provisorisch abgeklebt. Ob die Ratten neben den Toiletten auch die Kleiderkammer oder Spinde im Erdgeschoss befallen haben, ist bisher nicht bekannt. Die Polizei bestätigte den Fall, betonte aber, dass nur eine Ratte gesichtet worden sei.

"Menschenunwürdige Zustände"

Die Polizisten seien oft in alten Gebäuden untergebracht, da verirrten sich immer wieder Nager und Ungeziefer, sagte der Sprecher der Polizeigewerkschaft GdP in Berlin Benjamin Jendro. Er bezeichnete die Zustände als "menschenunwürdig“ und ergänzte: „Wir sind nicht Hameln, sondern die Hauptstadt.“ Jendro kritisierte den enormen Sanierungsstau von über einer Milliarde Euro bei der zuständigen Gebäudeverwaltung des Landes, der Berliner Immobilienmanagement (BIM).

Alleine um die Baumaßnahmen der Priorität 1, Gefahr für Leib und Leben, abzuarbeiten, bräuchte die BIM mit den vom Senat bereit gestellten Mitteln mehrere Jahre. Da dürfe sich „Berlins verantwortliche Politik nicht darüber wundern, dass unsere Kollegen neben Ratten hausen“, so der Polizeigewerkschafter.

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