"Blockhouse"-Betreiber

Hotelier Eugen Block plant Vier-Sterne-Hotel in Berlin

Baustart soll Mitte 2019 sein, die Fertigstellung Ende 2021 gefeiert werden. Die Investitionssumme: rund 40 Millionen Euro.

Entwurfsbild der Präsentation, die noch nicht den finalen Stand darstellt

Entwurfsbild der Präsentation, die noch nicht den finalen Stand darstellt

Foto: Block-Gruppe

Berlin. Die meisten Berliner kennen den Hamburger Unternehmer Eugen Block bisher vor allem durch seine Steak-Restaurant-Kette "Blockhouse". Der umtriebige Unternehmer, der am Mittwoch seinen 78. Geburtstag feiert, will sein Angebot in Berlin nun jedoch um ein weiteres Element bereichern: An der Tiergartenstraße 10 will Block ein Hotel errichten. Kurios: Das Grundstück hat er von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bekommen - im Tausch gegen ein Bauareal am Matthäikirchplatz, denn dort will die Stiftung, wie berichtet, das Museum der Moderne errichten.

Am Montag befasste sich das Baukollegium von Senatsbaudirektorin Regulär Lüscher mit dem Projekt. Nach den Plänen des Berliner Planerbüros "Hilmer Sattler Architekten" soll ein Hotel der Kategorie vier Sterne plus mit 127 Zimmern, kleinem Konferenzbereich sowie Restaurant und Café entstehen. In Hamburg hat Block bereits ein Hotel in ebenfalls exquisiter Lage: Dort betreibt er das Grand Elysée nahe der Alster. Nach den Plänen der Architekten soll der an der höchsten Stelle 26 Meter hohe Gebäudekomplex sich mit seiner Fassade aus Muschelkalk im Erdgeschoss sowie Kalkstein und Putzflächen im Obergeschoss an den Botschaftsgebäuden in der Nachbarschaft orientieren.

Weitere Besonderheit: die großen Rundbögen, die über zwei Geschosse reichen. Das Baukollegium sah jedoch noch Nachbesserungsbedarf für den Fünf- bis Siebengeschosser. "Wir wünschen uns eine klarere Hierarchisierung der einzelnen Gebäudeteile", sagte die Baudirektorin. Sie wünsche sich, dass sich das Gebäude in der Gestaltung mehr von den Botschaften in der Nachbarschaft befreie. "Das Gebäude kann ruhig eigenständiger, ein Solitär, werden", regte sie eine Überarbeitung an. Läuft alles wie geplant, soll der Baustart Mitte 2019 erfolgen, die Fertigstellung Ende 2021 gefeiert werden. Das Investment beziffert Andreas Costard , stellvertretender Aufsichtsrat der Eugen Block Holding, auf rund 40 Millionen Euro.

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