Einsatz in Wedding

19 Verletzte durch ausgetretenes Schwefeldioxid

Bei Reinigungsarbeiten in einem Gebäude in Wedding ist gefährliches Schwefeldioxid ausgetreten. Das Gebäude wurde evakuiert.

Die Feuerwehr ist mit großem Aufgebot an der Seestraße im Einsatz

Die Feuerwehr ist mit großem Aufgebot an der Seestraße im Einsatz

Foto: Thomas Peise

Zu einem Großeinsatz musste die Feuerwehr am Donnerstagmittag in Wedding ausrücken. Offenbar war bei Reinigungsarbeiten in einem Gebäude an der Seestraße 64 Schwefeldioxid ausgetreten beziehungsweise entstanden, so Vermutungen der Feuerwehr. Mindestens 19 Menschen wurden verletzt, vier wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die erste Alarmierung der Feuerwehr erfolgte nach Angaben der Leitstelle gegen 12.53 Uhr. Erst nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte an der Unglücksstelle zeichnete sich das gesamte Ausmaß des Gasaustritts ab. Nach Angaben der Feuerwehr wurde ungefähr 40 Minuten später nachalarmiert. Diesmal unter der Alarmierung "Massenanfall Verletzte". Mit einem Großaufgebot von 70 Einsatzkräften wurde das Gebäude evakuiert. Anschließend durchlüfteten Feuerwehrleute die Räume mit Gebläsen.

Kurz nach 15 Uhr strömte nach Angaben eines Feuerwehrsprechers aber immer noch Schwefeldioxid aus. Zu diesem Zeitpunkt war das Schwefeldioxid bei Messungen bereits zweifelsfrei nachgewiesen worden. Die Gründe für den Austritt oder Entstehen des Gases waren noch unklar.

Bei dem Gebäude handelt es sich um die Meco-Akademie. Das ist eine private Berufsfachschule für Altenpflege und Sozialpädagogik. Betroffen sollen aber auch Räume der Beuth-Hochschule sein. Das Gebäude, welches Teil eines größeren Komplexes ist, grenzt an die Oudenarder Straße. Die Seestraße war in Fahrtrichtung Pankow bis in die frühen Abendstunden gesperrt.

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