Schwimm-Club Wedding

Hinter dem Ballett unter Wasser steckt hartes Training

Synchronschwimmen ist Teamarbeit. Jede Bewegung muss stimmen, damit das Ergebnis gut aussieht

Synchronschwimmen ist Teamarbeit. Jede Bewegung muss stimmen, damit das Ergebnis gut aussieht

Foto: Frank Lehmann

Sechsmal pro Woche trainieren die Mädchen des Schwimm-Clubs Wedding Synchronschwimmen. Eine Foto-Hommage an das Ballett unter Wasser.

Die Mädchen des Schwimm-Clubs Wedding 1920 tauchen ab. Beim Training in der Schwimmhalle am Sachsendamm geht es um Disziplin, um schöne Choreografien und um Gleichförmigkeit. Das Synchronschwimmen ist Ballett unter Wasser, und wie bei allen Sportarten, die grazil und einfach aussehen sollen, steckt enorme Arbeit dahinter.

Sechsmal in der Woche trainiert die Wettkampfmannschaft der Weddingerinnen, zwei bis drei Stunden am Abend, sonntags am Vormittag. Mal hier in Schöneberg, mal im Kombibad Seestraße, Paracelsus-Bad, Schwimmbad Märkisches Viertel oder Stadtbad Tempelhof.

Flexibilität ist nur bei den Trainingsorten gefragt, im Training selbst ist Strenge erste Pflicht. Ist die Fußspitze auch ordnungsgemäß gestreckt und auf der gleichen Höhe wie bei den anderen neun Mitgliedern der Gruppe? Sind die vorgegebenen Figuren wie die Rosette oder der Stern von der Gruppe sauber ausgeführt? Und das Wichtigste, wie etwa beim Tanzen: Merkt man den Sportlern ihre Anstrengung zu sehr an?

Synchronität heißt hier nicht nur, sich als einzelner Schwimmer auf einer Höhe mit den anderen zu befinden, sondern auch als Gruppe in Einheit zur Musik. Das macht diese Sportart attraktiv. Besonders wenn man Erfolg hat: Die Weddingerinnen haben bei den Norddeutschen Meisterschaften 2016 in Berlin gleich acht erste Plätze belegt.

( eve )