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Ein neuer Kauz im Zoo

Foto: DPA

Dunkles Gefieder, große Augen und oft eine Maus im gelben Schnabel: Im Zoo wachsen junge Eulen heran. Besucher können die fünf Bartkäuze jetzt in einer Voliere nahe dem Greifvogelfelsen beobachten. Sie sind bereits am 18. Mai geschlüpft und seit wenigen Tagen flügge. Ihr Appetit ist beachtlich. Bis zu 30 tote Mäuse vertilgen die Geschwister und ihre Eltern täglich. „Die jungen Käuze schreien, wenn sie hungrig sind“, sagt Kurator Ragnar Kühne, „und betteln noch Vater und Mutter an.“ Aber wenn der Hunger zu groß ist, holen sich die Jungvögel das Futter auch selbst. Oder schnappen es dem Nachbarn weg. Die fünf Weibchen sind bereits über einen halben Meter groß und damit fast ausgewachsen. „Sie sind aber noch wesentlich leichter als die Eltern“, sagt der Kurator. Weil ihnen noch Daunenfedern sprießen, sieht das Gefieder ein bisschen unordentlich aus. Die Flügelspanne wird eineinhalb Meter erreichen. Die Bartkäuze sind besonders in der Dämmerung aktiv. Dann fliegen sie auch schon mal zur Badestelle in der Zoo-Voliere und tauchen im Wasser ein. Der Name „Bartkauz“ kommt von den schwarzen Federn, die unter dem Schnabel wachsen.