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Neun Straußenküken im Zoo geschlüpft

Foto: DPA

Ihr Daunenkleid ist hellbraun und ein bisschen struppig, die Beine sind noch kurz. Nur 30 Zentimeter messen die jüngsten Strauße im Zoologischen Garten. Neun Küken sind am 24. und 27. Juni geschlüpft. Man kann sie jetzt in der Afrika-Anlage sehen, auf dem Gelände jenseits des Landwehrkanals. Dort werden sie von ihrem Vater, dem Straußenhahn, betreut. Er führt sie über die Wiese, zeigt ihnen, wie man Gräser rupft und Körner aufpickt, und dass es ratsam ist, ab und an einen kleinen Kiesel zu verschlucken. „Dadurch können Körner im Magen der Strauße gemahlen werden“, sagt Kurator Heiner Klös. Die kleinen Strauße seien noch langsam, anders als der ausgewachsene Vogel, der zu Sprints fähig ist. Etwa sechs Monate lang bleiben die Küken in der Obhut des Straußenhahns. Dann erreichen sie eine Höhe von etwa einem Meter. „Zu groß, als dass wir sie hierbehalten könnten“, sagt Heiner Klös. Deshalb werden die jungen Laufvögel an andere Zoos abgegeben. Nur der Straußenhahn und drei Hennen bleiben. Sie gehören zu den Südafrikanischen Blauhalsstraußen. Mit einer Größe von mehr als zwei Metern ist der männliche Vogel eine imposante Erscheinung. Sein Hals ist blaugrau gefärbt, die Schwanzfedern haben weiße Abschnitte. Er wurde 2006 im Leipziger Zoo geboren, und kam 2007 nach Berlin. Zwei Hennen, ebenfalls 2006 geschlüpft, stammen aus dem Tierpark, die dritte auch aus Leipzig.