Die Betreiber des Hexenkessel-Theaters und der ehemaligen Strandbar am Spreeufer des Monbijouparks werden auch in Zukunft für Kultur und Unterhaltung in diesem historischen Teil der Stadt sorgen. Am Dienstag gab es grünes Licht „nach kontroverser Debatte“ in der Bezirksamtssitzung von Mitte. Damit dürfte gesichert sein, dass die Stadt an dieser Stelle – gegenüber der Museumsinsel – ein Stück des typischen Berliner Flairs auch in Zukunft beibehält. „Die Betreiber vom Hexenkessel hatten das überzeugendste Konzept von sieben Bewerbern“, sagte der zuständige Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) gegenüber dieser Zeitung.

Durch die Neugestaltung des Monbijouparks in den letzten drei Jahren, musste auch nach dem Willen der Bezirkspolitiker Deutschlands älteste Strandbar am Spreeufer verschwinden. Inzwischen ist das Areal an der Monbijoustraße Ecke Spreeufer wie mit einem Lineal gezogen. So beherrschen jetzt Splitt, Rollrasen und der asphaltierte Uferweg das Bild – alles ist schön ordentlich.

Doch das wird bald vorbei sein, denn nach der Entscheidung gestern kann sofort mit der Umgestaltung der Fläche der alten Strandbar begonnen werden. Nach den Plänen der Hexenkessel-Betreiber wird unverzüglich mit dem Bau eines hölzernen Amphitheaters begonnen. Dazu Christian Schulz, Chef der gleichnamigen GmbH als Investor: „Wir wollen in den nächsten Jahren hier die Monbijou-Festspiele zu einem festen Begriff machen. So wird es eine Mischung aus Theater, Tanz, Konzerten und Gastronomie geben.“

Im Mittelpunkt der Saison 2008 soll der „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare stehen. „Die entsprechenden Aufführungen im Amphitheater sind bereits geplant. Am 15. Juni soll die erste Aufführung sein“, kündigt Christian Schulz an.

Insgesamt wollen die Betreiber in Zukunft eng mit der Berliner Kulturverwaltung zusammenarbeiten. So sind in Zusammenhang mit dem Bode-Museum verschiedene Konzertabende geplant. „Im Frühjahr und Sommer wollen wir gemeinsam zu einem Anziehungspunkt für Berliner und Touristen werden“, so Schulz. Fest in dieses Konzept sei auch der Lastkahn eingebunden, der im Spreebecken einen Steinwurf vom Bode-Museum entfernt liegt.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren sollen auch hier Theaterveranstaltungen und Konzerte stattfinden. Dazu kommen Tanzdarbietungen verschiedenster Art. „Alles muss im Zusammenhang gesehen werden“, erläutert Christian Schulz. „Das war es auch, was uns überzeugt hat“, sagt Baustadtrat Ephraim Gothe und erinnert daran, dass gerade der Bezirk Mitte eine „kulturelle Verantwortung“ trage.

Neben der Kultur soll im Monbijoupark auch die Gastronomie nicht zu kurz kommen. So wird neben dem Amphitheater in Richtung Spielplatz eine Strandbar eröffnet, zur Spree hin werden Liegstühle angeboten.

Damit alles das „nötige Ambiente“ erhält, hat die Schulz GmbH mit der Späth'schen Baumschule eine Kooperation vereinbart. „Die Bühnenbepflanzung und der gesamte Bereich der neuen Strandbar wird von den Gärtnern und Floristen der Baumschule vorgenommen und betreut“, so Christian Schulz.